Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Schnupper-Event für Emder Drittklässler 120 Segel-Novizen erobern das Uphuser Meer

Konnten es gar nicht erwarten, loszulegen: Philipp und Mattes (beide 9) aus der dritten Klasse der Grundschule Wolthusen, hier mit Trainer Max Bauch vom DSV.

Konnten es gar nicht erwarten, loszulegen: Philipp und Mattes (beide 9) aus der dritten Klasse der Grundschule Wolthusen, hier mit Trainer Max Bauch vom DSV.

Gaby Wolf

Emden - „Kopf einziehen!“, schallt es über das Uphuser Meer. Die beiden Jungs in der kleinen Segelübungsjolle namens Bug parieren sofort und ducken sich geschmeidig unter dem heranschwenkenden Segel durch. Auch die Schräglage nach der nächsten Kurve balancieren sie lässig aus. Wenn das mal kein Erfolgserlebnis ist. Und die zwei Wolthuser Grundschüler sind nicht die einzigen, die sich beim großen Schnuppersegeln für Drittklässler in dieser Woche auf dem Uphuser Meer ziemlich gut angestellt und Lust auf mehr bekommen haben.

Drei Tage vor Ort

Insgesamt 120 Grundschüler aus Emden und Loppersum haben während der dreitägigen Roadshow „Segelsport vor Ort“ unter Anleitung eines jungen Trainerteams vom Deutschen Segler-Verband (DSV) die Pinne in die Hand genommen, um auszuprobieren, ob der Umgang mit Jolle, Wind und Wasser etwas Dauerhaftes für sie werden könnte. „Ausgebucht“, bilanzierte der Emder Wassersportler und Reviervertreter Detlef Hillers, der das Kostenlos-Angebot gemeinsam den hiesigen Segelvereinen an Land gezogen hat, zufrieden – auch, wenn damit noch nicht wirklich alle Emder Kinder einmal in ihrem Leben in ein Segelboot geholt wurden, so wie es sich Hillers und Co. vorgenommen haben. Doch immerhin war es ein erster Aufschlag. Und der hat mit den Grundschulen Am Wall, Früchteburg, Grüner Weg, Wolthusen und Loppersum gleich fünf Mitstreiter gefunden.

20 Wolthuser Kinder aus der 3a und 3b waren am Mittwochvormittag an der Reihe. Auf dem Gelände des Freizeit- und Wassersportvereins Uphuser Meer (WSU) ging es erst mal ans Kennenlernen der Übungsjolle. Dazu hatten die fünf jugendlichen Trainer einen der sogenannten Bugs aufs Trockene geholt und dessen Bestandteile mit den dazugehörigen Segelbegriffen gekennzeichnet. Auch der von Mitgliedern des Wassersportvereins Emden (WVE) gebaute Simulator kam zum Einsatz, damit sich die Mädchen und Jungen schon mal auf das richtige Hantieren mit Segel, Schot und Pinne auf wackelndem Unterbau einstellen konnten.

Keine Langeweile

Danach ging es für die eine Hälfte aufs Wasser, die andere erkundeten bei Experimenten, was Boote zum Schwimmen bringt, wie Tornados entstehen oder Wasserdruck wirkt. Später wurde gewechselt. „Total toll, die Kinder haben überhaupt keine Langeweile, zwar einen nassen Hintern, aber wir haben ja Wechselklamotten dabei“, zeigten sich Lehrerin Petra Buse und Referendarin Melina Fischer begeistert vom Komplett-Paket, dem die örtlichen Segelvereine auf eigene Rechnung noch einen Bus-Shuttle beigefügt hatten.

Greta und Helene aus der 3b war vor ihrer Segel-Premiere allerdings schon etwas mulmig zumute, trotz Schwimmweste und trotz ihres Bronze-Schwimmabzeichens (auf Wunsch der Schulen Mindestbedingung für eine Teilnahme). Aber die Trainer hatten für alles ein Auge und blieben bei den Törns mit Motorboot und Stehpaddelbrett dicht dabei. „Wir sind nicht umgekippt“, erzählte Greta stolz. Auch Helena fand das Segel-Erlebnis schön, weiß aber noch nicht, ob sie damit weitermachen möchte.

Lilli dagegen, die bei einer anderen Probefahrt schon mal ungünstig steckengeblieben war, will dem Segeln nach dem jetzigen Schnuppern „doch noch mal eine Chance geben“. Ida wiederum hat bereits entschieden, dabeizubleiben. An der Grundschule am Wall, die am Dienstag da war, kam der Wunsch nach einer eigenen Segel-AG auf, bei den Loppersumern die Idee einer Lehrer-Fortbildung. Wie gut, dass Detlef Hillers, der als Gymnasiallehrer auch die Segel-AG am „Max“ leitet, da gleich einen Handzettel mit allen Adressen und Ansprechpartnern parat hatte – für künftige Abenteurer auf den ostfriesischen Binnenmeeren.

Gaby Wolf
Gaby Wolf Emder Zeitung
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham
Wo ist der Obdachlose hin? Kurz vor der Einmündung des Heidkamper Wegs in die Metjendorfer Straße in Neusüdende hatte sich der Mann mehrere Monate aufgehalten.

MANN WIRD MEDIZINISCH BETREUT Polizei und Landkreis räumen Obdachlosen-Schlafplatz in Neusüdende

Frank Jacob
Neusüdende
Analyse
Am Sonntag, 26. Juni,  war in Thüringen über Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister sowie über Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte abgestimmt worden. Nun stehen Stichwahlen vor der Tür.

STICHWAHLEN IN THÜRINGENS KOMMUNEN IM JUNI „AfD neben der CDU sozusagen die Volkspartei“

Mey Dudin Büro Berlin
Nach einer Fahrt unter Cannabiseinfluss ist der Führerschein weg. Durch das Cannabisgesetz ändern sich aber nicht nur die Blutwerte, ab denen die Fahrerlaubnis entzogen wird, sondern auch, wie man sie zurückbekommt. Der Fachdienst Straßenverkehr des Landkreises Wesermarsch erklärt, warum Kiffer nicht mehr zur MPU müssen (Symbolbild).

FÜHRERSCHEINENTZUG NACH CANNABISKONSUM Kiffer müssen nicht mehr zwingend einen „Idiotentest“ ablegen

Tim Rosenau
Brake