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Vollsperrung wegen Wartungsarbeiten Der Seeschleuse wird der Stöpsel gezogen

Für routinemäßige Wartungsarbeiten wird die Schleuse Leysiel etwa alle zwei Jahre für rund drei Wochen vollständig trockengelegt.

Für routinemäßige Wartungsarbeiten wird die Schleuse Leysiel etwa alle zwei Jahre für rund drei Wochen vollständig trockengelegt.

NLWKN

Krummhörn - Die Seeschleuse Leysiel nördlich von Greetsiel wird für drei Wochen für den Schiffsverkehr gesperrt. Grund sind Wartungsarbeiten, die alle zwei Jahre auf dem Programm stehen, um die Anlage für die Zukunft zu rüsten. Das teilte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit.

Die Schleuse muss vom 29. Januar bis zum 16. Februar für den Schiffsverkehr gesperrt werden. „Die Schleuse wird von uns gereinigt, inspiziert und es werden kleinere Reparatur- und Korrosionsschutzarbeiten vorgenommen“, erklärt Reinhard Backer von der für die Anlage zuständigen NLWKN-Betriebsstelle Aurich.

Der NLWKN ist Betreiber des Sperrwerks Leysiel. Dieses sorgt seit 1991 dafür, dass die im Greetsieler Hafen liegende Fischerei- und Sportbootflotte die Nordsee unabhängig von Ebbe und Flut erreichen kann, zugleich verbesserte das Großprojekt den Küstenschutz und den Hochwasserschutz für die Region.

Tor zur Nordsee

Das Sperrwerk Leysiel ist Sperrwerk, Siel und Seeschleuse zugleich und für die regionale Schifffahrt das Tor zur Nordsee. Doch Fischer und Sportbootfahrer müssen jetzt für etwa drei Wochen auf die 120 Meter lange Schleuse verzichten. Bis zu acht Kutter haben dort gleichzeitig Platz. Nach den Wartungsarbeiten soll das Bauwerk aber wieder geflutet werden und damit letztlich befahrbar sein.

Für die Arbeiten ist folgender Ablauf geplant: Nach dem vollständigen Abpumpen des Wassers wird zunächst eine Treppe in die 14 Meter breite Schleusenkammer eingebaut. Darüber können die Mitarbeiter des NLWKN den Boden der Schleuse erreichen, der sonst mit Wasser bedeckt ist.

Schadstellen-Suche

Neben einer Reinigung des Bodens von Muscheln und Unrat stehen vor allem die Reinigung der Stemmtore und die Kontrolle und gegebenenfalls die Ausbesserung des Korrosionsschutzanstrichs auf dem Programm. Hier gilt es vor allem auch Schadstellen durch Ketten und Anker von Booten und Kuttern ausfindig zu machen und zu beheben.

Im weiteren Verlauf werden Funktionskontrollen der Stemmtore, der Hubschütze und der Zentralschmierungen sowie Sichtkontrollen des Betons durchgeführt. Abgeschlossen werden die Arbeiten mit einer Dichtigkeitsprüfung der Tore. Größere Schäden werden nicht erwartet, die Stemmtore laufen problemlos, teilte der NLWKN mit.

Jens Tammen
Jens Tammen Emder Zeitung (Stv. Leitung)
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