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33 Hektar nahe Rysum betroffen Nur ein Standort für möglichen Krummhörner Solarpark

Wenn in der Krummhörn eine Freiflächenphotovoltaikanlage entstehen soll, dann ist das nur nahe Rysum möglich.

Wenn in der Krummhörn eine Freiflächenphotovoltaikanlage entstehen soll, dann ist das nur nahe Rysum möglich.

dpa

Krummhörn - Wenn in der Gemeinde Krummhörn eine sogenannte Freiflächenphotovoltaikanlage entstehen soll, dann ist das nur noch in einem bestimmten Gebiet möglich. Und zwar auf einer 33 Hektar großen Fläche nahe Rysum an der Stadtgrenze zu Emden. Dafür hat sich jetzt der Gemeinderat entschieden.

Konkret geht es um mehrere Stücke Land, die im Dreieck zwischen Landesstraße, Knockster Tief und dem Gelände von Gasunie liegen. Durch das Gebiet führt der Schomerswolder Weg. Einzig diese Fläche bietet in der gesamten Gemeinde Krummhörn mit ihrem 159 Quadratkilometer großen Gebiet mögliches Potenzial für den Bau eines Solarparks. Zu diesem Ergebnis sind die Planer von Thalen Consult aus Zetel gekommen. Sie hatten im Auftrag der Gemeinde eine Potenzialanalyse erstellt und jüngst im entsprechenden Fachausschuss für Umwelt vorgestellt. Die Analyse ist jetzt auch Thema im Rat gewesen.

Flächen ungeeignet

Demnach sind alle anderen Flächen im Gemeindegebiet bei strenger Betrachtung der Gesetze und Rahmenbedingungen nicht geeignet, um einen Solarpark zu bauen. Das liegt daran, weil die Flächen aufgrund der Vorlagen der Raumordnung und des Regionalen Raumordnungsprogramms ausgeschlossen sind. Hier spielt zum Beispiel die Zuordnung zur Landwirtschaft oder als Schutzgebiet eine wichtige Rolle. Alle verbleibenden Restflächen sind aufgrund der Lage und Größe fast vollständig ungeeignet. Denn entweder liegen sie zu dicht an den Warfendörfern oder sind zu klein zugeschnitten, sodass sich der Aufbau der Module nicht rechnet.

Gebiet ausgeschlossen

Nachdem der Umweltausschuss bereits zugestimmt hatte, hat sich nun auch der Gemeinderat dafür ausgesprochen, die 33 Hektar an der Landesstraße als Potenzialfläche für die Errichtung von Freilandphotovoltaikanlagen auszuweisen. Und man hat mit dem Beschluss auch gleich festgehalten, dass das restliche Gemeindegebiet dafür nicht in Betracht kommt.

Der Bau von Solarparks auf der grünen Wiese ist auch in der Gemeinde Hinte und in der Stadt Emden geplant. In beiden Kommunen hat sich die Politik für die Ausweisung bestimmter Flächen entschieden. In Hinte soll ein Park mit 25 Hektar entstehen, in Emden sind sogar 55 geplant.

Laut Analyse nur noch nahe Rysum möglich: eine Freiflächenphotovoltaik-Anlage.

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Jens Tammen Emder Zeitung (Stv. Leitung)
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