Emden/Ihlow - Der erste Teil ist schon einmal geschafft: Der Abriss der aus den 1970er Jahren stammenden Brücke, die am Neuwoldner Weg im Riepster Hammrich über die Autobahn 31 führt, hat begonnen. Schon in den vergangenen Tagen war das rund 50 Jahre alte Bauwerk seitlich Stück für Stück abgetragen worden. Von Freitagabend an konnte dann unter Vollsperrung der Autobahn mit dem Abriss der Fahrbahn begonnen werden. Angesetzt war die Sperrung bis Montagmorgen um 5 Uhr.
Zerkleinert und sortiert
Die Arbeiten kamen offenbar gut voran. Bereits am Sonnabend hatten die fünf Abrissbagger den größten Teil der Brücke schon zu Kleingeröll verarbeitet. Vor dem Abtransport wurden die Reste nach Wertstoffen sortiert und Metallschrott separat entsorgt.
Ohne Probleme scheinen auch die Verkehrsumleitungen funktioniert zu haben. Der Autobahnpolizei in Leer waren bis zum Sonntagnachmittag jedenfalls keine Staus oder anderen besonderen Vorkommnisse bekannt.
Imposantes Bild: der Blick von oben auf die zerkleinerten Überreste der Brücke.
Torsten von Reeken
Wie auf einer Riesen-Sandburg: Bagger im Einsatz.
Torsten von Reeken
Liegen schon bereit: Spundwände für die neue Brücke.
Torsten von Reeken
Abrissarbeiten im Bereich des Neuwoldner Weges nahe der Autobahnauffahrt Riepe.
Torsten von Reeken
Blick von oben auf die Abrissstelle.
Torsten von ReekenIn Gänze konnte die Brücke an diesem Wochenende aber noch nicht abgerissen werden: Am kommenden Wochenende ist eine erneute Vollsperrung der Strecke zwischen der Anschlussstelle Emden-Ost und Riepe geplant. Dann sollen die alten Brückenpfeiler abgebrochen und die neuen Pfeiler aufgestellt werden. Für die kommende Vollsperrung ist folgender Zeitraum vorgesehen: Freitag, 17. November, 18 Uhr, bis Montag, 20. November, 5 Uhr. Die Umleitungsstrecken bleiben gleich. Umgeleitet wird über die U13 (Anschlussstelle Emden-Ost in Richtung Anschlussstelle Riepe) und die U24 (Anschlussstelle Riepe in Richtung Anschlussstelle Emden-Ost).
Verengung bis Herbst 2024
Der Abriss ist notwendig, weil das etwa fünf Jahrzehnte alte Bauwerk in seinem jetzigen Zustand nicht mehr den aktuellen Maßstäben entspricht. Die Autobahn GmbH hatte sich deshalb für einen Ersatz-Neubau entschieden. Beziffert werden die Kosten mit 5,4 Millionen Euro. Die Arbeiten dafür haben bereits vor Wochen begonnen. Bis sie abgeschlossen sind, wird es aber noch Monate dauern. Rund ein Jahr bleibt der Neuwoldner Weg gesperrt – und auch die Autobahn wird voraussichtlich bis September 2024 auf jeweils eine Spur in beide Fahrtrichtungen verengt bleiben.

