Emden - Der Spielplatz am Stephansplatz ist Geschichte. Zumindest vorerst und zumindest vorübergehend. Inzwischen hat die Stadt die maroden Spielgeräte weitestgehend abgeräumt, auf der 2000 Quadratmeter großen Fläche befinden sich neben einem verbliebenen Wasserspiel und verschneiten Sitzgelegenheiten nur noch ein großer Bauzaun. Bis April soll dieser Zustand andauern, teilte Stadtsprecherin Theda Eilers aus dem Rathaus mit.
Hoffnung auf höhere Lebensdauer
Bis Anfang nächster Woche soll auch das letzte verbliebene Spielgerät seinen Platz räumen und den Weg frei machen für die angekündigte Teilsanierung der Fläche. Wie die Stadt mitteilte, achte sie bei den neuen Geräten besonders auf die Lebensdauer. Daher wählten die Verantwortlichen auf Spielgeräten aus geschälter Eiche, die robuster sind gegen die Emder Witterungsverhältnisse. Die alten Spielgeräte hingegen werden weitestgehend entsorgt. Nur Netze, Seile und Rutschstangen blieben erhalten. Sie seien noch in einem guten Zustand und sollen nun vorerst eingelagert werden, bevor sich für sie neue Verwendungszwecke ergeben.
Der Spielplatz am Stephansplatz hatte zum Ende des vergangenen Jahres für Zwist zwischen Verwaltung und Politik gesorgt. Die Verwaltung war mit dem Wunsch einer kompletten Neuentwicklung vorgeprescht und wollte rund 400.000 Euro aus dem klammen Haushalt der Stadt umschichten und dafür verwenden. Eine ähnlich hohe Summe hatte das Rathaus zuletzt für den neuen Spielplatz auf dem Burgplatz in die Hand genommen. Dieses Ansinnen stoppte allerdings die Politik, die sich überfahren fühlte und einen derart hohen finanziellen Aufwand angesichts der leeren Stadtkammer unverhältnismäßig fand. Kurz vor Weihnachten legten die Parteien den Streit bei und entschieden sich für die Teilsanierung der Spielfläche, die in einem Kostenvolumen von etwa 175.000 Euro resultiert.
