Emden - Zum nächsten Frühjahr soll alles hübsch und komfortabel sein: Die Sanierung des Treckfahrtswegs biegt auf die Zielgerade ein. Ab der 38. Kalenderwoche, also ab 18. September, wird der letzte von vier Bauabschnitten in Angriff genommen. 365.000 Euro kostet die finale Maßnahme. Im Februar oder März 2024 soll der Bereich wieder für alle Verkehrsteilnehmer problemlos passierbar sein, kündigte der zuständige Abteilungsleiter beim Bau- und Entsorgungsbetrieb (BEE), Wolfgang Fecht, am Donnerstagabend auf einer Bürgerinformationsveranstaltung an.
Zehn neue Eichen
In der Info-Stunde, zu der zehn interessierte Bürger in die Aula der IGS gekommen waren, ging es auch um den Bauablauf im Abschnitt von der Einmündung Granitstraße bis zur Ecke Am Treckfahrtstief/Filkuhlweg. Geplant ist, dass die Firma Tell Bau aus Norden zunächst den Gehweg (soll noch 2023 fertig werden) und anschließend die Fahrbahn erneuert. Die Pflanzungen in diesem Bereich sollen vervollständigt werden, sagte Fecht. Zehn neue Sumpfeichen sind dort geplant. Zur Sanierung gehört ebenso die Erneuerung der Straßenbeleuchtung (sechs fünf Meter hohe LED-Masten). Erleichtert zeigte sich eine Anwohnerin darüber, dass auch die Regenabläufe neu kommen. Der Gully vor ihrem Haus laufe regelmäßig über.
Besonders wichtig für die Anlieger: Die Arbeiten finden aus Sicherheitsgründen unter einer Vollsperrung statt. Fahrradfahrer und Fußgänger kämen aber jederzeit durch, versicherte Fecht. Auch Lieferdienste, Handwerker und natürlich Rettungsdienst, Feuerwehr und Notärzte können den Bereich passieren. Die Bewohner werden gebeten, ihre Mülltonnen mit der betreffenden Hausnummer zu markieren, damit sie nach der Leerung wieder zugeordnet werden können.
Raser-Befürchtungen
„Sie leben in Emden“, antwortetet Fecht einem Zuhörer, der wissen wollte, ob die Anlieger für die Sanierung zur Kasse gebeten werden. Emden hat, anders als andere Kommunen, keine Straßenausbaubeitrags-Satzung.
Einzelnen Bedenken hinsichtlich möglicher „Raser“ in der Straße trat Hinrich Post, Fachdienstleiter Straßenverkehr, entgegen. Er riet dazu, den Ausbau erst einmal abzuwarten und sich dann gegebenenfalls an die Verwaltung zu wenden, wenn es Probleme gäbe.
Die Sanierung der Straße hatte sich zwischenzeitlich verzögert. Am Treckfahrtsweg befindet sich auch einer von zwei Emder jüdischen Friedhöfen. Das war am Rande der Sanierung – vor allem für Archäologen der Ostfriesischen Landschaft – ein Thema.
