Krummhörn/Hinte - Sturmtief „Poly“ hat in den Gemeinden Hinte und Krummhörn ganz unterschiedlich stark gewütet. Während Hinte vergleichsweise ruhig durch den Sturm kam und bislang keine nennenswerten Schäden bekannt geworden sind, sieht das in der Krummhörn schon anders aus.
Von gleich 33 Einsätzen für die sechs Krummhörner Feuerwehren berichtet Feuerwehrsprecher Kilian Peters. Los ging es zur Mittagszeit um 12.35 Uhr mit einem umgestürzten Baum in Visquard. Im Minutentakt folgten danach diverse Alarmierungen zu Sturmschäden. Das Gemeindekommando entschloss sich deshalb kurzerhand, den Einsatzleitwagen-1 im Pewsumer Feuerwehrhaus zu besetzen und koordinierte von dort aus alle Einsätze im Gemeindegebiet.
Loser Bootssteg
An vielen Einsatzstellen blockierten umgestürzte Bäume und Äste die Straßen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr beseitigten die Sturmschäden und sorgten wieder für freie Straßen und Wege. Die Kettensägen waren vielerorts im Dauereinsatz. Aber nicht nur umgestürzte Bäume beschäftigten die Feuerwehr. In Greetsiel hatte sich ein Bootssteg gelöst. In Eilsum mussten Teile eines Daches gesichert werden. Bis 19 Uhr kamen so insgesamt 33 Einätze in der Krummhörn zusammen. Unterstützung bekamen die Feuerwehren vom Bauhof der Gemeinde Krummhörn.
Gefahr für Wintergarten
In Hinte gab es am Mittwoch dagegen nur zwei Einsätze, von denen die Feuerwehr bislang berichtet. In der Gartenstraße in Hinte brach ein dicker Ast in einem Baum zunächst an und verfing sich dann in der Baumkrone. Aus dieser Position drohte der Ast auf einen Wintergarten eines Einfamilienhauses zu stürzen. Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle ab und konnte die Gefahr mit der Kettensäge rasch beseitigen.
Nach einer guten halben Stunde beendete die Feuerwehr, die mit zwei Fahrzeugen ausgerückt war, den Einsatz, teilte Feuerwehr-Pressesprecher Michael Engelbarts-Bremer mit.
Zu ihrem zweiten orkanbedingten Einsatz wurde die Feuerwehr Hinte um 17.23 Uhr alarmiert. In der Kanalstraße in Hinte hatte ein größerer Baum den Sturmböen nicht mehr standgehalten und war auf die Fahrbahn gestürzt. Die Einsatzkräfte sperrten den Gefahrenbereich ab und zersägten den Baum.
Zahlreiche umgestürzte Bäume blockierten die Straßen in der Krummhörn. Bild: Feuerwehr
