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Emder Theaterpremiere „Melanie Schulte“ zieht in die Neue Kirche

Das Stück nimmt Gestalt an: Bild von den Proben im Seminarraum der Nordseehalle. Aufgeführt wird „Melanie Schulte“ in der Neuen Kirche.

Das Stück nimmt Gestalt an: Bild von den Proben im Seminarraum der Nordseehalle. Aufgeführt wird „Melanie Schulte“ in der Neuen Kirche.

Evelina Peuser-Broeker/Ostfriesisches Landesmuseum

Emden - Die Nachricht vom länger dauernden Umbau des Theaters zum Festspielhaus am Wall hatte im Januar zwar noch mal für einen Schockmoment gesorgt, doch jetzt steht fest: Das Theaterstück „Melanie Schulte“ muss nicht erneut über Monate verschoben werden, sondern nur um zwei Tage. Und der Aufführungsort wechselt. Das von Museumspädagogin Ilse Frerichs 2020 verfasste Drama über das rätselhafte Verschwinden des Emder Stückfrachters „Melanie Schulte“ im Dezember 1952 wird jetzt in der Neuen Kirche aufgeführt. Premiere ist am Samstag, 15. April. „Der Kartenvorverkauf ist gestartet“, verkündete die Direktorin des Ostfriesischen Landesmuseums, Jasmin Alley, am Dienstagabend im städtischen Kulturausschuss.

Zurück auf Los

Damit heißt es praktisch „Zurück auf Los“. Denn, so ergänzte Kulturevents-Chefin Kerstin Rogge-Mönchmeyer: „Ursprünglich war das Stück ja mal für die Neue Kirche geplant.“ Dann aber sei man zusammen mit Regisseur Werner Zwarte überein gekommen, dass das Stück wegen seiner Bedeutung für die Emder eigentlich ins neue Festspielhaus gehört. Nun ist es durch Pandemie, Krieg und die Folgen für den Bausektor doch wieder anders gekommen. Umso erleichterter wirkte Rogge-Mönchmeyer, dass es nun ohne großen Verzug in der Neuen Kirche klappt: „Wir sind ganz begeistert.“ Erst recht, da die Proben im Seminarraum der Nordseehalle mit viel Fleiß und Elan vorangingen. Laut Pressemitteilung des Landesmuseums zeigt sich auch Autorin Ilse Frerichs mit dem Verlauf der Proben sehr zufrieden.

Das rund 40-köpfige Ensemble besteht bekanntlich aus Mitgliedern unterschiedlicher ostfriesischer Volksbühnen und interessierten Laiendarstellern.

Drama und Lebensgefühl

Auch Frerichs selbst hat eine Rolle übernommen. Auf die Bühne gebracht werden die historischen Fakten des Schiffsunglücks, ergänzt mit belegten persönlichen Erlebnissen von Angehörigen der Verschollenen und wenigen fiktiven Elementen. Dreh- und Angelpunkt ist die Seeamtsverhandlung vom April 1953. Aber auch das Lebensgefühl der 1950er Jahre in Emden wird thematisiert.

Die Aufführungen finden nach der Premiere am Samstag, 15. April auch am Sonntag, 16. April, Dienstag, 18. April, Mittwoch, 19. April, Freitag, 21. April, Sonntag, 23. April, Mittwoch, 26. April, Freitag, 28. April, und Samstag, 29. April statt. Aufführungsort: Neue Kirche, Brückstraße 1. Einlass ist jeweils ab 20 Uhr, Beginn um 20.30 Uhr.

Karten (25 Euro, ermäßigt 7 Euro) gibt es ausschließlich bei Kulturevents Emden, Alter Markt 2 (04921/871266; kulturevents@emden.de). Sie gelten aber gleichzeitig für den Besuch der dazugehörigen Sonderausstellung „Melanie Schulte – Schiff, Unglück, Mythos“ im Landesmuseum (bis 28. Januar 2024).

Gaby Wolf
Gaby Wolf Emder Zeitung
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