Emden - Beim Masterplan Ems 2050 geht es um die ökologische Sanierung des belasteten Flusses und darum, einen Kompromiss zwischen Ökonomie und Ökologie herzustellen. Der Plan selbst setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Darüber informiert die Geschäftsstelle des Masterplans, angesiedelt beim Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems, in kostenlosen Broschüren. Aktuell ist das dritte Heft (auch als e-paper abrufbar) erschienen. Der geplanten flexiblen Tidesteuerung mithilfe des Emssperrwerks bei Gandersum ist eines der zehn Kapitel gewidmet. Dieser technische Kniff, um die Verschlickung des Flusses in den Griff zu bekommen, ist speziell für den Emder Hafen von Bedeutung. Bei Probeläufen vor drei Jahren stellte sich heraus, dass zwar die Schlickbremse funktioniert, es jedoch bei Be- und Entladevorgängen an den tideabhängigen Kaianlagen in Emden zu Problemen kommt, wenn das Sperrwerk spontan geschlossen wird. Die Broschüren werden unter anderem an die Kommunalpolitik der Kreise, Städte und Gemeinden an der Ems sowie Verbände und Organisationen der Region verteilt (mehr unter www.masterplan-ems.info).

Axel Milkert
Axel Milkert Emder Zeitung (Leitung)