Emden - Hunde, Katze, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen und Vögel sind die gängigsten Tiere, die im Emder Tierheim vorübergehend ein neues Zuhause finden. Aber auch Reptilien landen ab und zu im Tierheim. Untergebracht sind diese Tiere bisher in Terrarien, die aus Holz- und Glaselementen bestehen, zwar den Mindeststandard an Sicherheit aufweisen, aber auch Marke Eigenbau sind.
Das entspricht keiner artgerechten Unterkunft, teilte Tierheimleiterin Jantke Tjaden, in einem Gespräch mit dieser Redaktion mit. Deshalb investiert die Einrichtung 5000 Euro, lässt neue Terrarien bauen und sorgt langfristig damit nicht nur für eine bessere Versorgung von Echsen, Schlangen und Co, sondern auch für eine einzigartige Reptilienstation, die in anderen Tierheim so nicht zu finden ist.
Komplett aus Glas
Dass in eine Reptilienstation investiert wird, dafür hat sich die 22-jährige Laura Kok, Tierpflegerin und Reptilien-Expertin im Emder Tierheim-Team, stark gemacht. Die alten Terrarien, die teilweise im Aufenthaltsraum des Hauses standen, hatten als rückwärtige Wand vielfach gepresste Pappe verwendet. Mit entsprechender Bepflanzung entstand ein kleiner Garten. Der entscheidende Nachteil: Reptilien sind empfindlich für Krankheiten. Da sich Pappe schlecht desinfizieren lässt, sollen die neuen Behausungen komplett aus Glas bestehen.
Der Bau von insgesamt fünf unterschiedlich großen Terrarien ist bereits in Auftrag gegeben worden. Gebaut werden sich nach der Anleitung von Laura Kok von ortsansässigen Firmen.
Dass gleich mehrere Terrarien gebaut werden, begründet Jantke Tjaden; „Es gibt Zeiten, da reichen die vorhandenen Terrarien für die Unterbringung aller Reptilien nicht aus.“ Die Terrarien sind für Echsen (darunter Eidechsen, Geckos, Leguane, Bartagame und Chamäleons), aber auch für Schlangen und Schildkröten bestimmt.
Anderer Standort
Weil sich diese Tiere am wohlsten fühlen, wenn man sie in Ruhe lässt, sollen die neuen Behausungen auch einen anderen Standort als die alten (Personalraum) erhalten. Künftig werden die Reptilien im Tierarztzimmer der Einrichtung untergebracht, versichert Tjaden. In wenigen Wochen sollen die neuen Behausungen fertig sein, hofft Laura Kok.
