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Vorstoß der FDP/FLH Hinte Minihaus-Siedlung statt großer Häuser im „Meedeland“

Haus mit Garten im Kleinformat: das kann sich die FDP/FLH auch in Groß Midlum vorstellen.

Haus mit Garten im Kleinformat: das kann sich die FDP/FLH auch in Groß Midlum vorstellen.

dpa

Hinte - Eine Wohnsiedlung aus Tiny-Häusern in Kombination mit wenigen Einfamilien- und Doppelhäusern: Damit will die Hinteraner Ratsgruppe FDP/FLH auf die gestiegenen Zinsen für Bauvorhaben, aber auch auf die hohen Material- und Lohnkosten für Neubauvorhaben reagieren. Umgesetzt werden soll das, so schlägt es die Gruppe vor, auf dem Gelände des geplanten Neubaugebiets „Meedeland“ direkt am Dorfrand von Groß Midlum. Das teilte Gruppenvorsitzender Martin Gronewold mit.

Kosten belasten

Die gestiegenen Kosten machten es vielen einzelnen Bürgern, aber gerade auch Familien schwer, den Traum vom eigenen Heim zu verwirklichen, schreibt Gronewold in seinem Antrag an die Gemeindeverwaltung. Die FDP/FLH schlussfolgert daraus, dass Bauplätze nicht mehr so einfach zu erwerben, beziehungsweise zu verkaufen seien. Deshalb fordert die Gruppe, sich für „neue“ Möglichkeiten der Wohnraumbeschaffung einzusetzen. Als mögliche Alternative kämen hier die Tiny-Häuser in Betracht. Diese gibt es zum Beispiel mit einer Wohnfläche von 50 Quadratmetern, die mobil auf Rädern gebaut sind.

In der Regel sei ein solches Minihaus für 100.000 Euro zuzüglich dem Grunderwerb zu bekommen, schreibt Gronewold. Notwendig seien dafür etwa 330 Quadratmeter Grundstück, die für ca. 35.000 Euro zu haben sind. „Dies würde bedeuten, dass man für etwa 135.000 Euro ein kleines Eigenheim in die Tat umsetzen könnte“, rechnet die Ratsgruppe vor.

In Groß Midlum soll nach der Idee der FDP/FLH gleich eine ganze Siedlung solcher Minihäuser entstehen. Auf einem Hektar der vier Hektar großen Fläche, die in ein Baugebiet umgewandelt werden soll, könnte diese Siedlung entstehen. In Verbindung mit Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und schlauen Wasserverwertungssystemen können die Bewohner hier „durchaus auch den ökologischen Fußabdruck verringern“, heißt es.

Altenwohnungen

Doch nur bei den Tiny-Häusern soll es nicht bleiben. Auf weiteren zwei Hektar könnten etwa zehn Einfamilienhäuser und weitere zehn Doppelhäuser entstehen. Damit würde man auch ein Stück weit den interessierten Häuslebauern mit größeren Ambitionen entgegenkommen. Den verbleibenden Hektar Bauland will die Gruppe an einen Investor verkaufen, der das Gelände beispielsweise für ein Wohnkonzept für Senioren oder Mehrfamilienhäuser erschließt, schlägt die Gruppe vor. Das könnten dann auch Mietwohnungen sein, die in der Gemeinde ohnehin knapp sind.

Die FDP/FLH hat jetzt offiziell den Antrag gestellt und damit auch gleich einen möglichen Verkaufspreis für die Grundstücke ins Spiel gebracht. Die Gemeinde soll prüfen, ob die Grundstücke zu einem Preis von maximal 99 bis 110 Euro pro Quadratmeter zu verkaufen sind, und ob die Kombination aus Tiny-Häusern, Einfamilien- und Doppelhäusern so insgesamt umzusetzen ist. Ebenfalls muss geklärt werden, ob ein Investor bereit ist, dort Altenwohnraum oder Mehrfamilienhäuser zu bauen. Auch ist es eine Idee, das Vorhaben in zwei Bauabschnitte zu teilen und die Priorität auf die Tiny-Häuser zu setzen.

45 Bauplätze

Derzeit wird das Baugebiet „Meedeland“ von der Gemeinde und der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) geplant. Bis zu 45 Einfamilienhäuser, so der Plan, können dort entstehen. Die Nachfrage nach den Grundstücken ist auch mehrere Jahre nach Bekanntwerden der Pläne weiter hoch. Über 100 Interessenten haben sich bei der Gemeinde in der Vergangenheit gemeldet, um dort ein Grundstück zu kaufen. Die FDP/FLH schlägt jetzt aber vor, die NLG bei der Erschließung der Fläche „lieber außen vor zu lassen“ und dafür auf eine Kombination aus Gemeinde und Bauträger zu setzen, schreibt Gronewold.

Die Idee muss nun durch den entsprechenden Ausschuss und wird dann im Gemeinderat diskutiert.

Jens Tammen
Jens Tammen Emder Zeitung (Stv. Leitung)
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