Emden - Die weihnachtlichen Einschläge kommen näher: Nach dem Aufbaustart für den Engelkemarkt und die traditionellen vier Weihnachtsbäume wird die Innenstadt nun auch in puncto Lichterglanz festlich „angezogen“. Die ersten Elemente der Weihnachtsbeleuchtung werden nach Angaben von Wirtschaftsförderung- und Stadtmarketing-Chefin Martje Merten bereits in diesen Tagen installiert. So beispielsweise am Mittwoch Zwischen beiden Märkten. Bis zum Totensonntag, 26. November, soll alles hängen. Doch erst nach diesem letzten stillen Feiertag des Jahres wird das Ganze eingeschaltet.
Leuchtpause im Stadtgarten
Offiziell beleuchtet werden die Fußgängerzonen und Innenstadt-Bereiche Neuer Markt, Zwischen beiden Sielen, Zwischen beiden Märkten, Stadtgarten, Große Straße, Brückstraße, Faldernstraße, Neutorstraße und die besagten Weihnachtsbäume. Neuester Zugang sind die mitwachsenden Dauer-Lichterketten für die acht großen Stadtgarten-Bäume, die nun auch außerhalb der großen Stadtfeste Atmosphäre ins Zentrum bringen sollen. Sie ersetzen die vorherige Beleuchtung ähnlicher Machart, bei der aber immer erst ein gesonderter Schaltkasten aufgebaut werden musste, um den Stadtgarten zum Funkeln zu bringen. Die neue Version leuchtet seit Anfang Oktober täglich ab abends, pausiert jetzt aber wegen des kommenden Volkstrauertags (Sonntag, 19. November) und dem folgenden Totensonntag.
An anderer Stelle wurde vorher schon ein größerer Teil der Beleuchtung erneuert. Im Bereich Neuer Markt etwa leuchten seit 2021 in der Adventszeit bunte Weihnachtspäckchen. „Insgesamt sind in den letzten vier Jahren über 100.000 Euro in die Erneuerung der Weihnachtsbeleuchtung investiert worden“, teilte Merten auf Anfrage mit. Ein Großteil der Kosten sei über das Förderprogramm „Perspektive Innenstadt“ (Förderanteil des Landes: 90 Prozent) finanziert worden. Besonders hervorzuheben sei aber auch die Werbegemeinschaft Rathaus Karree, die sich „mit einem hohen Eigenanteil“ beteiligt habe.
Verwandelt sich seit 2020 in eine „Sternengasse“: die Brückstraße hinter dem Rathausbogen.
Heike Goyert
Lampions der etwas anderen Art: Bereits im Corona-Jahr 2021 leuchteten erstmals bunte Weihnachtspäckchen über dem Neuen Markt
Archiv
Bringt alle Jahre wieder den Stadtgarten zum Leuchten: der Engelkemarkt.
Eric Hasseler
Die neue Ganzjahres-Beleuchtung an den Bäumen im Emder Stadtgarten.
Stadt Emden
Blick auf die beleuchteten Museumsschiffe im Emder Ratsdelft zur Engelkemarkt-Zeit.
Tobias Bruns
Weihnachtszeit in der Innenstadt.
ArchivSternengasse
Einen besonderen Effekt dieses Engagements kann man seit 2020 in der Brückstraße bewundern. Durch das Duett der vom Rathaus Karree angeschafften Kometenschweife (zieren auch die Laternen der Faldernstraße) und der von der Stadt bezahlten Herrnhuter XXL-Sterne verwandelt sich die kleine Fußgängerzone hinter dem Rathausbogen nun immer in eine Sternengasse. „Die Kosten für das Aufhängen und Beleuchten tragen wir komplett selbst“, ergänzte Gerhard Teerling vom Karree-Vorstand.
Damit ist die Händlergemeinschaft nicht allein. Dass es zu Weihnachten in der Emder Innenstadt schön leuchtet, ist insgesamt ein Teamsport. Zwar kalkuliert die Stadt laut Merten pro Jahr mit rund 15.000 Euro Kosten für Montage, Abbau und Lagerung. Die hinzukommenden Energie-Kosten würden aber im Normalfall von den betreffenden Straßengemeinschaften getragen.
Mit auf die Liste gehören hier aber auch die Vereine der Museumsschiffe. Sie tragen den Emder Lichterglanz mit ihrer festlichen Bordbeleuchtung jedes Jahr auch zum Ratsdelft.
