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Martje Merten wird neue Geschäftsführerin Emder Wirtschaftsförderung soll künftig Doppelspitze bekommen

Ab dem 1. Juli die neue Frau an der Spitze der Wirtschaftsförderung und des Stadtmarketings: Martje Merten (vorne), hier zusammen mit den Fraktionsvertretern (v.r.)  Erich Bolinius (FDP), Abdou Ouedraogo (Grüne), Maria Winter (SPD), Lars Mennenga (Die Fraktion), Andrea Risius (CDU), Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) und Michael Martens (GfE).

Ab dem 1. Juli die neue Frau an der Spitze der Wirtschaftsförderung und des Stadtmarketings: Martje Merten (vorne), hier zusammen mit den Fraktionsvertretern (v.r.) Erich Bolinius (FDP), Abdou Ouedraogo (Grüne), Maria Winter (SPD), Lars Mennenga (Die Fraktion), Andrea Risius (CDU), Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) und Michael Martens (GfE).

Elisabeth Ahrends

Emden - Martje Merten heißt die neue Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Emden. Sie übernimmt zum 1. Juli den Posten von Stefan Klaassen, der Anfang März nach zweieinhalb Jahren im Amt sein Ausscheiden zum 30. Juni bekanntgegeben hatte. Allerdings, und das ist wohl das Entscheidende, wird die Stelle mit der 30 Jahre alten Merten nicht neu besetzt, sondern komplett umstrukturiert, um mit der Wirtschaftsförderung künftig zwei Säulen abzudecken. Neben dem Thema Stadtmarketing soll auch die Hafenwirtschaft in den Fokus rücken. Dafür soll zum Wochenende eine Prokuristenstelle mit speziellem Fokus auf die Hafenförderung ausgeschrieben werden. 

„Wirtschaftsförderung nicht ohne Thema Hafen denken“

„Wir können die Wirtschaftsförderung nicht ohne das Thema Hafen denken“, sagte Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) bei einem kurzfristig anberaumten Pressegespräch am Dienstag. Deshalb habe sich der Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing Emden GmbH dafür entschieden, die Stelle von Klaassen nicht einfach neu zu besetzen, sondern sie umzustrukturieren und „sie in die Struktur der Verwaltung zurückzuholen.“ Soll heißen: Merten, die im vergangenen Jahr die Leitung des Stadtmarketings übernommen hatte, nachdem sie zuvor drei Jahre lang als Citymanagerin in Emden gearbeitet hatte, bleibt auch weiterhin bei der Stadt angestellt und wird befördert. Dafür wird ihre bisherige Stelle als Teamleiterin aufgelöst, die dadurch entstehende Lücke durch eine neue Sachbearbeiterin geschlossen. Die Leitung bleibt weiterhin in Mertens Händen. „Mir ist die Aufgabe wichtig“, sagte die künftige Wirtschaftsförderin. Deshalb hatte sie sich auch bewusst für eine Doppelspitze ausgesprochen, die auch bedeutet, dass Merten nicht das gleiche Gehalt wie zuvor Klaassen für die Aufgabe bekommen wird. Dafür wird eine seit Januar ausgeschriebene, aber unbesetzte Stelle in der Hafenförderung aufgewertet. Schwerpunkte dabei: Hafenentwicklung, Energie und Logistik. In eineinhalb Jahren soll diese zu einer Co-Geschäftsführungsstelle umgewandelt werden, so der Plan von Verwaltung und Rat.

Idee sorgte für Diskussionen in Fraktionen

In den einzelnen Fraktionen war die Idee allerdings kontrovers diskutiert worden, wie Erich Bolinius als Fraktionsvorsitzender der FDP und Maria Winter, SPD-Fraktionschefin, deutlich machten. Doch weil es sich um eine, wie Kruithoff betonte, „kostenneutrale“ Lösung handelt, hatte sich die Mehrheit schließlich dafür ausgesprochen. Gerade CDU und FDP habe dabei die stärkere Fokussierung auf den Hafen, bei der es auch ein Zusammenspiel mit der neu strukturierten Emder Hafenförderungsgesellschaft um Reinhard Hegewald (CDU) geben soll, überzeugt. Für Winter und Andrea Risius (CDU) hingegen war entscheidend, dass es sich bei der neuen Leitung um eine Frau handelt. „Und um jemanden, der jung ist“, betonte Lars Mennenga von Die Fraktion.

Und was ändert sich für Merten ab dem 1. Juli? Zum einen wird sie von der Touristinfo im Stadtgarten in den HUB im Frisia-Park umziehen und sich zunächst in das Themenfeld Wirtschaftsförderung einarbeiten. „Vor dem Hintergrund der aktuellen Transformation brauchen die Unternehmen vor Ort unsere Unterstützung“, sagte Merten. Wichtig sei es, keine Doppelstrukturen aufzubauen, sondern Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung als Teamaufgabe zu verstehen.

Elisabeth Ahrends
Elisabeth Ahrends Emder Zeitung (Leitung)
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