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Wohnraum in der Stadt bleibt knapp 300 Erstsemester zum Studienstart in Emden ohne Wohnung

Gerade zum Semesterstart Mitte September suchen in Emden noch Hunderte Studienanfänger eine Wohnung oder ein Zimmer.

Gerade zum Semesterstart Mitte September suchen in Emden noch Hunderte Studienanfänger eine Wohnung oder ein Zimmer.

dpa

Emden - 900 Studenten starten am Montag als Erstsemester an der Hochschule Emden-Leer – und noch immer stehen viele von ihnen ohne Wohnung oder Zimmer in einer Wohngemeinschaft (WG) da. Das teilte Birte Engelberts, Leiterin der Zentralen Studienberatung (ZSB), auf Nachfrage mit.

Zwar sei die Not nicht mehr ganz so groß wie vor einem Jahr, „aber auch in diesem Jahr ist es immer noch extrem“. Engelberts spricht von knapp 300 Studenten, die bislang keinen Wohnraum in Emden gefunden haben – und die vier Studentenheime in der Stadt sind ebenfalls voll, wie Mats Janßen, Leiter der Wohnabteilung beim zuständigen Studentenwerk Oldenburg, sagte.

Insgesamt 360 Zimmer stehen dort zur Verfügung. „Die meisten Zimmer sind vermietet oder teilweise durch Renovierungsarbeiten noch nicht frei, im Anschluss aber teilweise auch schon wieder vergeben“, sagte Janßen. Die Wartelisten seien gewohnt lang. Vor allem die Einzelwohnungen im Wohnheim Dukegat unweit des Campus sind besonders gefragt, 40 Studenten warten hier auf eine Wohnung.

WGs immer unbeliebter

Der Trend bestätigt sich eindeutig, dass WGs immer unbeliebter werden“, hat Janßen festgestellt. Die Gründe dafür kennt er nicht. In der Pandemie sei man davon ausgegangen, dass die Studierenden Angst vor Ansteckung hatten, „aber das ist es nicht allein“. Vielmehr glaubt Janßen an eine Entwicklung innerhalb der aktuellen Generation, die lieber allein lebe. „Viele können sich einfach nicht vorstellen, mit fremden Personen zusammenzuwohnen.“ Deshalb reagiere das Studentenwerk inzwischen auf diese Entwicklung und plant zunächst in Oldenburg – langfristig aber auch in Emden – Wohnheime mit WGs vermehrt in Einzelapartments umzuwandeln.

Das ändert jedoch nichts an der akuten Wohnungsknappheit in Emden, wo das Studentenwerk zwar Studienanfänger bevorzugt behandelt und auch weiß, dass sich die Situation im Verlauf des Semesters entspannen wird. „Zum Semesterstart ist die Nachfrage immer höher als das Angebot, im Verlauf des Jahres haben wir dann eher das Problem, Zimmer vermietet zu bekommen“, erklärte Janßen. Das ist auch der Grund, warum das Studentenwerk kein fünftes Wohnheim für Emden plant.

Birte Engelberts würde sich da zwar etwas anderes wünschen, weil sie die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt in Emden seit vier Jahren für deutlich angespannter hält. Sie hofft nun aber zunächst kurzfristig private oder gewerbliche Vermieter zu finden, die Wohnraum für die Neustudenten zur Verfügung stellen können – ob übergangsweise für einige Wochen oder dauerhaft.

Wohnungsbörse

Zusammenbringen will sie Wohnungssuchende und Vermieter beim Markt der Möglichkeiten, am 14. September im Coram auf dem Campus. Dort soll es neben einer Infomesse für Studienanfänger eine Wohnungsbörse zwischen 12 und 16 Uhr geben. Ansonsten ist die ZSB-Leiterin erreichbar unter der Telefonnummer 04921/8071346 oder per E-Mail an birte.engelberts@hs-emden-leer.de.

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