Emden - Das Ende ist in Sicht: In der kommenden Woche sollen die letzten Pflasterarbeiten entlang der ältesten ostfriesischen Fußgängerzone erfolgen: Dann endlich liegen auf der Straße Zwischen beiden Sielen in Emden alle Steine an ihrem Platz. Die Geschäftsleute entlang der 120 Meter langen Straße dürften aufatmen, waren die Arbeiten in den vergangenen 13 Monaten zwischenzeitlich eine echte Belastungsprobe.
Genervte Kunden
Ein Rückblick: Nach zwei für den Handel schwierigen Corona-Jahren war kurz vor dem Ostergeschäft 2022 mit der Sanierung der aus den 1970er Jahren stammenden Versorgungsleitungen Zwischen beiden Sielen durch die Stadtwerke begonnen worden. Seinerzeit trennte ein langer Bauzaun die beiden Straßenseiten voreinander. Kunden zeigten sich beim Einkauf genervt, die Laufkundschaft blieb vielfach aus. Die Arbeiten gingen derweil voran, trotz Sommerpause – um den Geschäftsbetrieb in der touristenstarken Zeit nicht einzuschränken. Es folgten Pflasterarbeiten, die letztlich zwar später starteten, als zunächst angenommen, doch nach und nach wurde sichtbar, wie sich die alte Fußgängerzone künftig präsentieren wird. Abschnitt für Abschnitt arbeiteten sich die Arbeiter der Firma Huchtmann beim Pflastern vor – und versuchten dabei die Zugänge zu den Geschäften möglichst wenig einzuschränken. Dass sich teilweise tiefe Pfützen entlang der Straße bildeten, war ebenso zu beobachten wie der Fortschritt auf der Baustelle.
Zielgrade in Sicht
Nun kommt diese zu einem Ende. Ob innerhalb der nächsten Woche auch die Bänke, Lampen und Papierkörbe aufgestellt werden und das Großbauprojekt damit vollends abgeschlossen ist, wollte die Stadt auf Nachfrage am Freitag nicht beantworten. Sie teilte aber mit, dass für die anstehenden Arbeiten die Neutorstraße von Dienstag, 9. Mai, bis Donnerstag, 11. Mai, für Autos voll gesperrt wird. Nicht befahren werden darf die Strecke zwischen 6.30 und 16.30 Uhr. „Die Sperrung muss jeweils solange aufrechterhalten werden, bis die notwendigen Tagesarbeiten ausgeführt und abgeschlossen werden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Danach wird die Straße wieder freigegeben. Radfahrer können die Neutorstraße zwar weiterhin nutzen, werden aber um Rücksicht gebeten. „Zudem wird gewährleistet, dass der Bereich jederzeit für Rettungsfahrzeuge voll befahrbar bleibt.“
Ob neben den Versackungen der Pflasterung in der Neutorstraße, die im Zuge der Sperrung ebenfalls behoben werden, auch die Markierungen entlang der Neutorstraße erneuert werden, auch dazu wollte die Stadt keine Aussage treffen und verwies auf ein geplantes Pressegespräch in der kommenden Woche. Seit Wochen ist der Zebrastreifen zur Querung der Neutorstraßen sowohl auf Höhe der Straße Zwischen beiden Sielen als auch der Osterstraße nur noch vage zu erkennen.
