Emstek - Die bisher zweite Teilnehmerin am Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) im Waldpädagogikzentrum Weser-Ems heißt Josefin Götting. Sie ist seit einem Vierteljahr im Waldpädagogikhaus in Emstek im Einsatz.

Die 18-Jährige aus Bühren hat ihr Fachabitur im Bereich „Gestaltung“ gemacht und eigentlich eine Schneiderinnenausbildung im Blick. „Ich habe schon einige Praktika in dem Bereich gemacht, will jetzt aber noch einmal ganz andere Dinge kennenlernen und bin so auf das FÖJ gestoßen“, erzählt sie.

Da sie der Umweltbereich ebenso interessiert wie die Arbeit mit Kindern, passt die Aufgabe bei den Waldpädagogen der Niedersächsischen Landesforsten gut. „Die Vielfalt an Möglichkeiten ist hier etwas Besonderes, ich kann bei den Schülergruppen mitmachen, in die Holzwerkstatt gehen oder Projekte entwickeln. Ebenso kann ich den Förster bei der Arbeit begleiten oder in der Teichwirtschaft beim Abfischen helfen“, schildert Josefin Götting ihre Möglichkeiten.

Das FÖJ wird in Niedersachsen vom Umweltministerium finanziert und durch die Norddeutsche Naturschutzakademie (NNA) ausgerichtet. Die Einsatzstellen müssen bestimmte Kriterien erfüllen, um anerkannt zu werden. Für die Teilnehmer gibt es ein monatliches Taschengeld und fünf einwöchige Seminare..

Obwohl das FÖJ bereits 2002 bundesweit eingeführt wurde, hat Josefin Götting festgestellt, dass diese Art des Freiwilligeneinsatzes an vielen Schulen nicht recht bekannt ist. „Daher habe ich mir zusammen mit einer Kollegin und einem Kollegen als Projekt vorgenommen, an Schulen für diese interessante Möglichkeit zu werben, nachdem ich selbst auch nur durch Zufall davon erfahren habe“, berichtet sie.

In den Niedersächsischen Landesforsten gibt es wechselnde FÖJ-Stellen vor allem im Bereich der elf Waldpädagogikzentren. „Nicht wenige FÖJ-Teilnehmer haben anschließend Forstwirtschaft studiert“, schildert Klaus Benthe die berufsorientierende Wirkung dieses Freiwilligenjahres.

Wer weiß: Vielleicht wird Josefin Götting am Ende den Plan für ihre Schneiderlehre ja ebenfalls noch ändern.