BüHREN - „Es ist alles sehr schön und aufregend, aber jeden Tag halte ich das nicht aus“, sagte Marlies Marks angesichts des Trubels an ihrem letzten Tag im Kindergarten Bühren. Nach 30 Jahren in der Einrichtung, davon 27 als Leiterin, geht sie jetzt in den Vorruhestand.

Kinder und Eltern, Kolleginnen und Vertreter der Kirche dankten der Leiterin bei der Verabschiedung mit Worten, Liedern und Gedichten für ihre verdienstvolle und engagierte Tätigkeit zum Wohl der Kinder und wünschten für die Zukunft alles Gute. Pfarrer Heinrich Taphorn hob die angenehme Atmosphäre im Kindergarten hervor, er sei immer gern hinübergegangen. Marlies Marks habe stets mit „ruhiger Hand“ geführt, auch in schweren Zeiten wie 2004 nach dem Brand im Kindergarten.

Die scheidende Leiterin lobte das gute Zusammenwirken mit der Kirche und den Eltern. Auf eine „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ baut auch die neue Leiterin Agnes Tietz aus Emstekerfeld, die schon von 1991 bis 1994 in Bühren und dann 16 Jahre im Kindergarten Halen tätig war.

Die Kinder beschlich hier und da auch etwas Wehmut wegen des Abschieds. Dagegen half Hedwig Gerberding-Eickhorst als „Pappen-Elli“ vom Figurentheater Osnabrück. Sie trug das Märchen „Dornröschen“ als Puppenspiel vor und begeisterte das junge Publikum.

Der Tag war reich an Überraschungen für Marlies Marks. Am Morgen wurde sie von den Kindern und Kolleginnen auf einem geschmückten Wagen von zu Hause abgeholt. Die Mitarbeiterinnen überreichten in Buchform Gedanken und Aufzeichnungen von etwa 470 der rund 600 Kinder, die die Bührener Einrichtung in den vergangenen 30 Jahren besucht haben. Die „Ehemaligen“ blicken darin dankbar auf die schöne Zeit im Kindergarten zurück und berichten über ihren weiteren Werdegang. „Von all de Vorbereitungen für dieses Geschenk habe ich nichts mitbekommen“, zeigte sich Marks ebenso überrascht wie angetan.

Ein großes Geschenk wartete unterdessen vor der Tür auf Marlies Marks. Ein Strandkorb – für ruhigere Stunden.