EMSTEK - EMSTEK - Einen herzlichen Empfang haben die Emsteker ihrem neuen Pfarrer Michael Heyer gestern bereitet. Seinem Hobby entsprechend holte der Motorradclub den Geistlichen an seinem Elternhaus in Bethen ab. So kam Heyer im Beiwagen einer alten BMW an die Gemeindegrenze.

Bei strahlendem Sonnenschein konnten Bürgermeister Willi Behrens (CDU) und Gemeindedirektor Heinrich Trenkamp den Nachfolger des verstorbenen Ortsgeistlichen Aloys Hülsmann empfangen. Begleitet von Motorrädern, einem Fahrradkorso und Reitern ging es nach Emstek. Der ganze Ort schien auf den Beinen zu sein.

Vor der katholischen Pfarrkirche St. Margaretha übergab Pfarrer Aloys Bornhorst, umringt von Kindern der Grundschule, den Kirchenschlüssel an Heyer. „Ein Weinberg braucht einen Verwalter“, so Bornhorst. Vor Ort warte viel Arbeit auf Heyer. Emstek brauche nicht nur einen Verwalter, sondern einen Amtsleiter, sagte der Geistliche.

„Seid nicht der Herrscher eurer Gemeinde, sondern seid ein Vorbild“. Diesen Gruß überbrachte Dechant Alfons Kühling im Namen von Diözesanbischof Dr. Reinhard Lettmann (Münster).

In einem Festgottesdienst wurde Heyer, begleitet von Geistlichen beider Konfessionen, in sein Amt eingeführt. „Wir sind die Kleinen in der Gemeinde,. Wir sind das Salz in der Suppe“. So empfing St.-Maria-Goretti-Kindergartenleiterin Agnes Meerpohl den neuen Pfarrer. Im Saal Backhaus hatten sich zahlreiche Gratulanten versammelt.

Um den „Virus von Westfalen“ auszutreiben, übergab Pfarrer Heinrich Taphorn (Dekanat Vechta)ein Buch zur Kirchengeschichte im Raum Oldenburg. Heyer hatte zuvor Pfarrstellen im Westfälischen.

Pastor Egts von der evangelischen Kirchengemeinde zeigte sich sicher, dass Heyer mit seiner Freundlichkeit die Herzen aller Emsteker erobern werde. Er jedenfalls freue sich auf eine ökumenische Zusammenarbeit , auch in kleinen Dingen, so Egts.

Am Sonntag, 9. Oktober, predigt der neue Pfarrer erstmals in St. Margaretha. Übrigens: Den Empfang für ihn begleitete der Chor „ton-Art“. Die Sänger nutzten die Gelegenheit, um Heyers Vater Martin ein Ständchen zum 70. Geburtstag zu bringen.