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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit Ernährung

Destille: Wein-Genuss – auch ganz ohne Alkohol

23.01.2021

Bodenheim /Sankt Augustin Einfach mal ein Gläschen mehr trinken, obwohl das Auto vor der Tür steht - wer wünscht sich das nicht? Aber immer nur Wasser? Langweilig. Säfte und Softdrinks? Zu süß. Eine Alternative können alkoholfreie Weine sein. Auch wenn sie nicht mit der vollen Aromaintensität ihrer alkoholischen Verwandtschaft aufwarten können, sind sie doch zumindest eine wertvolle Bereicherung des antialkoholischen Getränkeangebots.

„Gerade in den letzten Jahren haben alkoholfreie Weine durch eine Weiterentwicklung der Technologien eine deutliche Qualitätssteigerung erlebt“, sagt Ernst Büscher, Sprecher des Deutschen Weininstituts (DWI) im rheinland-pfälzischen Bodenheim.

Aromaschonende Verfahren und die gezielte Auswahl geeigneter hochwertiger Grundweine hätten dazu beigetragen, alkoholfreien Wein auch für den Weinfreund interessanter zu machen. Der Marktanteil am gesamten Weinkonsum liegt nach Einschätzung des DWI zwar unter ein Prozent, aber die Nachfrage nach der Alternative steigt.

Und so gebe es auch zunehmend mehr Weingüter, die sich mit dem Thema beschäftigen, sagt Büscher. Sie folgen damit einem allgemeinen Trend zu gesundem Genuss, der auch bewirkt, dass Konsumenten prinzipiell mehr auf den Alkoholgehalt des Weins achten, wie Büscher betont.

Das zeige sich auch im Erfolg von Weinen, die von Natur aus weniger Alkohol haben, wie zum Beispiel den leicht prickelnden Seccos.

Mit dem Entzug des Alkohols aus Wein beschäftigt sich die Weinkellerei Carl Jung schon seit über 100 Jahren. Sein Großvater habe das im Prinzip bis heute übliche Verfahren der Vakuumdestillation Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt und 1907 das Patent dafür erhalten, erzählt Bernhard Jung, der heutige Geschäftsführer der Kellerei.

Bei der Vakuumdestillation wird dem Grundwein Alkohol bei niedriger Temperatur entzogen. Um gleichzeitig den Aromaverlust so gering wie möglich zu halten, setzt Jung auf die Methode der Aromarückgewinnung. Das heißt, die Aromen werden dem Wein mit dem Alkohol zunächst entzogen, dem entalkoholisierten Wein dann aber wieder beigegeben.

Dabei komme es dann wieder zum leichten Anstieg des Alkoholgehalts, der im fertigen Wein bei ungefähr 0,3 Volumenprozent liege. Das entspricht dem europäischen Lebensmittelgesetz, nach dem als „alkoholfrei“ bezeichneter Wein, so wie Bier oder Sekt, maximal 0,5 Volumenprozent Alkohol enthalten darf.

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