• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Ratgeber Gesundheit Ernährung

Ernährung: Wie gesund ist eigentlich Bratkäse?

22.01.2022

Hamburg /Bonn Als Alternative zu Fleisch kommt in vielen Haushalten Grill- und Bratkäse auf die Teller. Der ist einfach in der Zubereitung und eckt geschmacklich kaum an – gerade für Familien mit Kindern ein Faktor, der für den Käse spricht. Aber ist er auch eine gute, sprich eine gesunde Alternative? Zwei Expertinnen geben Auskunft.

Was steckt drin?

Brat-, Grill- und Pfannenkäse können aus Kuh-, Ziegen- oder Schafmilch sein. Der bekannteste dieser Zubereitungen ist Halloumi. „Der Name ist eine geschützte Ursprungsbezeichnung“, sagt Jana Fischer von der Verbraucherzentrale Hamburg. In der EU darf ein Käse nur als „Halloumi“ verkauft werden, wenn er in Zypern hergestellt wurde.

Die Käsezubereitungen für die Pfanne können Zutaten wie Hühnerei-Eiweißpulver, Stärke, Kräuter, Gewürze, Verdickungsmittel, Antioxidationsmittel und Aromen enthalten. Teils stecken auch Zitronensaft, Zucker und andere Zusatzstoffe drin. Die Käsestücke sind paniert oder mariniert. Astrid Donalies, Diplom-Ökotrophologin von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Bonn, empfiehlt daher, beim Einkauf auf die Zutatenliste zu schauen.

Sucht man diese vergeblich, enthält das Produkt laut Jana Fischer nur die für die Käseherstellung notwendigen Zutaten: Das sind Milchinhaltsstoffe, Enzyme, Mikroorganismen-Kulturen und Salz.

Vielseitig einsetzbar

Alle diese Käsesorten eignen sich zum Erhitzen auf dem Grill oder in der Pfanne. Sie bleiben dann noch schnittfest oder werden zumindest nicht ganz flüssig. Astrid Donalies erklärt, wie das funktioniert: „Nach seiner Herstellung wird der Käse in Molke erhitzt, damit er beim Grillen oder Braten nicht schmilzt. Dabei verhärtet sich das im Käse enthaltene Milcheiweiß.“ Diese sogenannte Denaturierung führt zudem dazu, dass der Käse nach dem Grillen beim Kontakt mit den Zähnen quietscht.

Andere Sorten, die beim Erhitzen weich werden, werden zum Grillen häufig in Aluschalen angeboten. Immerhin: Die Schalen sind laut Verbraucherschützerin Fischer meist speziell beschichtet. In normaler Alufolie indes sollten saure oder salzige Lebensmittel wie eingelegter Käse nicht gegart oder gelagert werden, denn unter Einfluss von Säure und Salz kann sich das Metall teils lösen, auf das Lebensmittel übergehen und später beim Essen im Körper landen. Doch auch beschichtete Einweg-Aluschalen hält Fischer unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit nicht für die beste Wahl. Sie rät zur Zubereitung wiederverwendbaren Grillschalen und Pfannen, etwa aus Edelstahl.

Donalies rät, ruhig Bratkäse anstatt Fleisch zu servieren, dazu aber reichlich Gemüse und Salat zu genießen. Gegen den gelegentlichen Genuss von Grill- und Bratkäse sei im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung nichts einzuwenden, so die Ökotrophologin. Zumal: Weil Milch und Milchprodukte gut verfügbare Proteine, Vitamin B2 und Calcium liefern, sollten sie täglich gegessen werden.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.