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Backen Auf Spuren des Russischen Zupfkuchens

Sabine Meuter

Leipzig/Düsseldorf - Kakaopulver unters Mehl gemischt macht den Mürbteig dunkel - und verleiht ihm einen Schoko-Geschmack. Ab in die Backform oder aufs Blech damit, darauf eine feine Quarkmasse und als Topping noch einmal schön mürbe Schoko-Teigstückchen oder -Streusel.

Was nach einer leichten Abwandlung der klassischen Käsetorte klingt, nennt sich hierzulande vielfach „Russischer Zupfkuchen“. Doch wer denkt, dass die Backkreation eine Spezialität russischer Babuschkas (dt. Großmütter) sei, täuscht sich. Denn in Russland selbst heißt die Schoko-Käsetorte „Deutscher Kuchen“.

Woher das Rezept nun stammt? „Das ist nicht wirklich geklärt“, sagt Susann Jaensch vom Leipziger „Buchverlag für die Frau“. Sie vermutet, dass der Name auf den Marketingcoup eines bekannten deutschen Konzerns zurückgeht, der Anfang der 1990er Jahre eine gleichnamige Backmischung auf den Markt gebracht hatte.

Wie der Name entstand

Der Name wurde wohl erdacht, weil die Schokozupfen auf dem Kuchen ungebacken etwas aussahen wie die Turmspitzen russischer Kirchen. „Da musste man aber schon viel Fantasie mitbringen“, sagt Susann Jaensch.

Wer den Kuchen backen möchte, muss es nicht bei Schoko-Mürbteig und Quark belassen. „Die Torte lässt sich auch prima mit Äpfeln, Kirschen, Mandarinen oder anderen Früchten je nach Jahreszeit anreichern“, sagt die Düsseldorfer Foodstylistin und Kochbuch-Autorin Anna Walz.

Ihr Tipp: Die Früchte mit einem Stück Küchenpapier gut abtrocknen und sie leicht in Speisestärke wenden, bevor sie in die Quarkmasse kommen. „Die Speisestärke bindet die Flüssigkeit der Früchte“, so Anna Walz. Zu feuchte Früchte könnten verhindern, dass die Quarkmasse später beim Backen fest wird.

Beim Backen von Russischem Zupfkuchen Butter zu verwenden, ist übrigens ein Kann, aber kein Muss. „Unsere Backbuch-Autorin Gudrun Dietze aus Thüringen „schwört“ auf Margarine für den Teig und Butter für den Belag“, sagt Susann Jaensch.

Wer den Mürbteig mit Butter herstellt, sollte zügig arbeiten, ihn also nicht zu lange kneten, rät Anna Walz. Zu langes Kneten verhindert, dass der Teigboden nach dem Backen wirklich mürbe ist.

„Ein weiterer Tipp nach Dietze ist, darauf zu achten, nicht zu viel Mehl für den Teig zu nehmen – möglichst nicht mehr als 300 Gramm für eine normale Springform..

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