ESENS - Seit dem vergangenen Freitag rollt der Straßenverkehr im Verlauf der Landesstraße 8 zwischen Esens und Dunum ungehindert über das neue Brückenbauwerk in Wagnersfehn, wir berichteten. Für die Samtgemeinde Esens und die Gemeinden Moorweg, Dunum und Stedesdorf ist der Neubau jedoch noch lange nicht erledigt.
In einem Schreiben an den Bereichsleiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Aurich, Frank Buchholz, hat Esens’ Samtgemeindebürgermeister Harald Hinrichs noch vor der Brückenfreigabe scharfe Kritik an der langen Bauzeit mit Vollsperrung der L 8 geübt.
Die Beschilderung aus Aurich kommend sei eher als spärlich zu bezeichnen gewesen. 'Ohnehin fahren die meisten Verkehrsteilnehmer inzwischen nach dem Navigationsgerät. Es ließ sich also nicht vermeiden, dass einige Gemeindestraßen im Bereich der Gemeinden Moorweg, Dunum und Stedesdorf als Schleichwege genutzt wurden, obwohl diese nur für den Anliegerverkehr beschränkt worden sind', so Hinrichs in seinem Schreiben an die Landesbehörde.
Für die nun anstehenden Brückenbauarbeiten in der Gemeinde Friedeburg wird eine Behelfsbrücke eingerichtet. Dass eine solche Brücke in Wagnersfehn nicht errichtet worden ist, stoße nach wie vor auf enormes Unverständnis in der Bevölkerung und in der Politik. Gewerbetreibende aus Esens berichteten zwischenzeitlich über drastische Umsatzeinbußen. 'Da die über Monate gesperrte Landesstraße insbesondere für den Tourismus in der Nordseeregion, viele Pendler und den Schulbusverkehr eine besondere Bedeutung hat, kann ich die Ungleichbehandlung gegenüber anderen Brückenbaumaßnahmen nicht nachvollziehen', so Hinrichs.
