ESENS - Es läuft etwas schief mit der Förderung des Wohnungsbaus in Esens, erklärt der CDU-Samtgemeindeverband Esens in einer Presseerklärung zum Start in das Jahr 2017.

Immer mehr neue Baugebiete für Einfamilienhäuser würden ausgewiesen. Das sei gut so, was vor allem aber fehle, seien bezahlbare Mietwohnungen, so Helmut Oelrichs als Pressewart des CDU-Gemeindeverbandes.

Um bezahlbare Mietwohnungen zu schaffen, müsse nach Ansicht des CDU-Samtgemeindeverbandes die Stadt Esens endlich die entsprechenden Anstrengungen unternehmen.

In allen Überlegungen und Planungen für die zukünftige Gestaltung der Stadt Esens käme dieses Thema jedoch nicht vor. Das sei ein fataler Fehler, so der Pressesprecher. Neben den Eigenheimgrundstücken sollten auch sinnvoll gelegene Flächen für verdichtetes, mehrgeschossiges Bauen vorgehalten werden, so die Meinung der CDU.

Sie fragt in ihrer Pressemitteilung: 'Warum ist es nicht möglich, in Esens auch wieder den ,Sozialen Wohnungsbau‘ zu etablieren?' In den 1960-er Jahren, um der großen Wohnungsnot der Nachkriegszeit zu begegnen, habe man diesen Weg ja auch beschritten. Heute könne man, neben der üblichen staatlichen Förderung auch auf besondere Fördermittel des Landes Niedersachsen zurückgreifen.

Wer das nicht aufgreife, vertue eine Chance für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung, sind sich die Esenser Christdemokraten einig.

'Gerade für junge Familien, Paare oder Singles, die nicht die finanzielle Kraft oder die berufliche Perspektive haben, sich durch einen Häuserbau über Jahre zu verpflichten und die damit verbundenen Investitionen abzutragen, muss es Alternativen geben', so Helmut Oelrichs.

Das würde sie nicht nur in der Stadt halten, sondern so auch der Überalterung der Bevölkerung vorbeugen, so die Meinung des CDU-Samtgemeindeverbandes.

'Wir werden im neuen Jahr 2017 verstärkt das Augenmerk auf dieses Thema richten und eigene Vorschläge erarbeiten', heißt es in der Pressemitteilung.