ESENS - Junge Leute sowie Familien haben es schwer, vor allem in Esens, aber auch in Orten wie Neuharlingersiel und Bensersiel, bezahlbaren Wohnraum in der Nähe ihrer Arbeitsplätze zu bekommen. Das war Thema auf einer Klausurtagung der Samtgemeindefraktion der CDU unter der Leitung von Helmut Oelrichs. Dies schreibt die Fraktion in einer Pressemitteilung.

Im Augenblick seien die Fördermöglichkeiten für den lange vernachlässigten sozialen Wohnungsbau optimal. Das dürfe man nicht verstreichen lassen. So gäben Bund und Land zusammen in den Jahren 2017 bis 2019 insgesamt 800 Millionen Euro dafür aus. Den Nutzen hätten Mieter mit kleinem Einkommen, da eine Vergabe an gewisse Kriterien gekoppelt sei, wie etwa den Wohnberechtigungsschein.

Bei diesen Wohnungen werde die Miethöhe über längere Zeit festgelegt, bestimmte Einkommengrenzen dürften nicht überschritten werden. Die Stadt Aurich, die auch einen angespannten Wohnungsmarkt habe, nutze das bereits aus. Dahinter solle man, bei ähnlichen Problemen auf dem Wohnungsmarkt, nicht zurückstehen, so die CDU. Interessant seien auch die Fördermöglichkeiten, mit denen sich Familien mit Kindern bezahlbaren Wohnraum schaffen könnten. Je nach Kinderzahl gestaffelt gebe es hier erhebliche zinslose Darlehen.

Beschlossen wurde, sich in dieses Thema einzuarbeiten und baldmöglichst praktikable Vorschläge dazu auf den Weg zu bringen. Die Kommune sei sicherlich nicht in der Lage zu großen Investitionen, aber sie könne die Voraussetzungen für den Bau von bezahlbarem Wohnraum schaffen, auch was die rechtliche und baurechtliche Seite angehe. Die CDU möchte dann Investoren ins Boot holen, die sich dieses Mietsegments annehmen. Daneben werde man nach geeigneten Grundstücken Ausschau halten, die auch eine verdichtetere Bauweise zuließen.