ESENS - Ein summendes Staudenbeet, blühende Hecken, in denen sich ebenfalls Insekten tummeln, ein Sandhaufen und Ecken mit Totholz, in denen bodenbrütende Insekten ein neues Zuhause finden: Das alles ist keine Traumvorstellung für Naturliebhaber, sondern reelle Zukunftsmusik der Esenser, die im nächsten Jahr eine Aufwertung ihres Friedhofs erleben werden.

Der bisher 20-köpfige Verein 'Bienen, Blüten, Naturräume' schafft nämlich gemeinsam mit der Kirchengemeinde Esens einen naturnahen Friedhof, der ein Paradies für die bedrohte Insektenwelt sein soll und gleichzeitig ein Lehrort für alle Menschen, die Ähnliches auch schaffen wollen.

'Wir sind sehr froh, dass die Kirchengemeinde uns diese Fläche, ein 950 Quadratmeter großes Stück, direkt am Friedhof zur Verfügung stellt. Wir wollen hier ein Vorbild schaffen mit insektenfreundlichen Pflanzen, die in jeden Garten passen und auch aufs Grab', so Friedrich Thedinga, Vorsitzender des Vereins, der sich im vergangenen Jahr gründete.