Esens/Greetsiel - Der Greetsieler Hafen in idyllischem Umfeld ist seit kurzem um eine Sehenswürdigkeit reicher: Nahe der Kaimauer befindet sich jetzt eine Bronzeskulptur, die in Lebensgröße einen Netzflicker darstellt. Die künstlerische Gestaltung erfolgte durch den Esenser Bildhauer und Maler Hans-Christian Petersen, der sich bereits durch ähnliche Arbeiten wie in Emden, Neuharlingersiel, Eversmeer und Carolinensiel einen Namen gemacht hat.
Die attraktive Verweilzone mit barrierefreiem Zugang bietet Gästen und Einheimischen an dieser Stelle einen besonderen, einzigartigen Blick auf die imposante Kutterflotte. Von hier aus lässt sich, wie von keiner anderen Stelle, eindrucksvoll das Ein- und Auslaufen der Schiffe beobachten. Vor der Umgestaltung des Hafens in den 1990er-Jahren befand sich hier zwischen beiden Sielausläufen eine begehbare Landzunge, die „End vant’t Stück“ genannt wurde.
Die Initiatoren, Fremdenverkehrsverein Greetsiel und Interessengemeinschaft zur Förderung Greetsiels, wollen mit dieser Skulptur die große Bedeutung der Fischerei und den Beruf des Fischers für Greetsiel zum Ausdruck bringen. In erster Linie findet Fischerei auf See statt, aber an Land repariert der Netzflicker natürlich die beim Fang beschädigten Netze.
Finanziert wurde die Anfertigung der Skulptur von Fremdenverkehrsverein und Interessengemeinschaft, nachdem eine Förderungszusage vom Europäischen Meeres- und Fischereifonds EMFF vorlag. Zur offiziellen Einweihung werden noch Informations-Tafeln zum Netzflicker und zum Greetsieler Hafen aufgestellt.
Hans-Christian Petersen (Jahrgang 1947) ist seit 1974 freiberuflich als Maler, Grafiker, Bildhauer, Illustrator und Galerist in Esens tätig. Seine Gemälde zeigt er regelmäßig in Ausstellungen unter anderem in Bonn, Berlin und Hamburg. Zusammen mit seinem Bruder, dem Grafiker Anders Petersen (Elmshorn), schuf er als Bildhauer schon mehrfach Kunstwerke für den öffentlichen Raum.
