ESENS/GROßEFEHN - Der 19. Spieltag in der Fußball-Bezirksliga verspricht einiges an Spannung. Nicht nur die Begegnung des Spitzenreiters TV Bunde gegen den Fünften, die Sportvereinigung Aurich, dürfte interessant werden, auch die Fans des SV Großefehn (2.) und des TuS Esens (4.) blicken erwartungsvoll dem Derby entgegen. Anpfiff soll am Sonnabend um 14 Uhr sein – vorausgesetzt der Platz in Großefehn lässt ein Spiel zu.

'Im Moment bin ich eher pessimistisch', sagte SVG-Trainer Alexander Wiese gestern. 'Die Plätze sind noch nicht gewalzt. Wenn es weiter so friert, wird es eher nichts, weil man sich sonst die Knochen bricht.' Trotzdem hofft er, dass die Partie stattfinden kann. 'Wir haben alle Mann zusammen und gut trainiert', begründet Wiese seine Hoffnung. Als einziges Team aus dem Harlingerland hat der SVG am vergangenen Wochenende bereits ein Pflichtspiel bestritten und dieses mit 2:3 verloren. 'Die Leistung hat gestimmt', sagt der Trainer. Mit dem gleichen Kader wie gegen Ihrhove soll nun gegen Esens gepunktet werden, auch wenn die Fehntjer dafür schon einen guten Tag erwischen müssten, wie Wiese mitteilt. 'Ich habe schon oft gesagt, dass der TuS Esens aus meiner Sicht die Mannschaft ist, die Bunde vorne noch abfangen kann', sagt er überzeugt.

Schwung geben dürfte seiner Mannschaft aber vielleicht die Planung für die nächste Saison. Wiese und sein Kollege Klaus Matzk haben bereits die Zusage für eine weitere Saison Trainerarbeit gegeben, als Co-Trainer kommt Timo Reithmeyer aus dem Jugendbereich dazu. Und auch der Kader steht bereits zu großen Teilen. Toptorjäger Keno Schmidt zögerte keine Sekunde bei seiner Zusage. Als Neuzugänge vermeldet Großefehn Hauke Booms aus der A-Jugend der SG Egels/Großefehn/Wallinghausen sowie den Wiesmoorer Stürmer Jürgen Zimmermann Junior.

Während die Fehntjer sich gegen den TuS nicht allzu viel ausrechnen, geben die Esenser die Favoritenrolle gerne zurück. 'Großefehn ist klarer Favorit', sagt TuS-Trainer Bruno Mönck. 'Die haben zuletzt verloren und sind auf Wiedergutmachung aus', ergänzt er. Die Bärenstädter können indes auf eine gute Vorbereitung zurückblicken. Von acht geplanten Testspielen fanden fünf statt, von denen Mönck vier Stück mit dem Prädikat 'zufriedenstellend' beurteilte. Zwar will er die nicht als festen Maßstab nehmen, aber 'daran können wir anknüpfen', sagt er. Die Frage, ob die Esenser den TV Bunde am Ende tatsächlich noch abfangen können, stellt sich der Trainer gar nicht. Für ihn geht es nun darum, die Saison mit ordentlichen Leistungen weiter zu bestreiten.