ESENS/HANNOVER - Ohne konkretes Ergebnis ist das 'Krisengespräch' zur kommunalen Entlastungsstraße Bensersiel im niedersächsischen Umweltministerium verlaufen. Eine Abordnung um Landrat Matthias Köring und den Esenser Bürgermeister Jürgen Buß war am Freitag in der Landeshauptstadt.
Man habe intensiv über die damals durch das Land vorgenommene Abgrenzung des Vogelschutzgebietes diskutiert, so Buß. 'Es ist Kritik geübt worden – aber wir wollen jetzt nach vorne sehen.' Der Beschluss des Stadtrates, gegen das OVG-Urteil eine Nichtzulassungsbeschwerde einzulegen und Gespräche mit dem Kläger zu führen, 'wurde positiv gesehen', so Buß. Man habe verschiedene Handlungsoptionen entwickelt, die zunächst im Ministerium besprochen werden müssen. Hierbei werde, so Buß, auch Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) zu beteiligen sein, da die Angelegenheit 'nicht nur fachlich, sondern auch politisch zu bewerten sein wird'. Anfang August sollen die Ergebnisse vorgestellt und beraten werden. In Hannover dabei waren auch MdL Holger Heymann, Werner Hillie, Reiner Janssen (beide Kreisverwaltung), Rechtsbeistand Bernhard Stüer, Dorothea Siebers-Zander (Planungsbüro), die Bürgermeister Klaus Wilbers und Martin Mammen. Gerade die Unterstützung durch Heymann und Köring sei wichtig, so Jürgen Buß.
