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Imbiss „Bricks“ Immer auf der Suche nach mehr Knusprigkeit

Frank Brüling

Esens - Das konnte man beispielsweise im vergangenen Sommer erleben. Der gebürtige Esenser platzierte vor seiner Ladentür eine Tischtennisplatte, an der die Gäste ihre angefutterten Kalorien direkt wieder „abarbeiten“ konnten.

Jedoch präsentiert sich in erster Linie das Speisenangebot des Gastro-Betriebs „KeeKee Bricks“ in der Esenser Fußgängerzone Steinstraße innovativ, denn Eisenhauer, der gelernte Fachkraft für Systemgastronomie ist, kreierte mit seinen „Bricks“ einen Imbiss, den es in dieser Form bis dato noch nicht gab.

„Ich wollte eine Teigtasche entwickeln, dessen Hülle nicht nur von außen, sondern auch von innen knusprig ist. Hierbei sollte aber die Option bestehen, die Füllung nicht zwangsläufig heiß werden zu lassen“, verrät der 40-Jährige.

Lade ...

Die Idee, zu der diese Überlegung schließlich führte, entstand in Hamburg, wo Eike Eisenhauer bei verschiedenen Systemgastronomen – auch in leitender Funktion – tätig war. „Ich beobachtete einen Dönerverkäufer, der Speisen auf einen Grill legte, um zumindest außen eine gewisse Knusprigkeit zu erlangen.

Dies ist bei der Herstellung der ,Bricks’ auch gängige Praxis. Hinzu kommt aber, dass wir den dünnen Teig noch um ein aufgeheiztes, von einem Metallbauer hergestelltes, Eisenstück wickeln, um dem Ganzen auch von innen eine gewisse Knusprigkeit zu verleihen. Das Eisen gibt auch die Form der Teigtaschen vor“, so Eike Eisenhauer, dessen bisher einzigartige „Brick“-Zubereitungsweise sich im Genehmigungsprozess zum Patent befindet.

Speisen to-go

Im 1806 erbauten sogenannten „Knusperhaus“ an der Steinstraße 28 fand der findige Gastronom die passende Wirkungsstätte, um den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. „In diesem Haus waren bisher immer Handwerksbetriebe zu finden – vom Buchbinder bis zum Frisör und zuletzt dem Goldschmied Enno von Felde“, wie Eisenhauer berichtet. Vor neun Monaten zog er hier ein, nachdem er in Kooperation mit regionalen Betrieben den Laden nach seinen Vorstellungen gestaltete und umbaute. Besonderer Blickfang in dem lediglich 20 Quadratmeter großen Mini-Restaurant ist der sichtbare Teil der Originalwand von 1806.

„Ich kann heute schon behaupten, dass das Experiment ,Bricks’ – zu deutsch Steine – geglückt ist. Wir sind hier schließlich in der Steinstraße, und ein Stein ist ja auch ein Teil der Geschichte um den Esenser Bären“, sagt Eike Eisenhauer, der das „Knusperhaus“ als perfekten Standort für seinen Betrieb sieht: „Hier haben wir die Möglichkeit, unsere Ideen mit nur kleinem Risiko weiterzuentwickeln.“

Die wenigen Sitzplätze vor dem großen Schaufenster können derzeit aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie nicht genutzt werden. Doch die Speisen und Getränke, die hier angeboten werden, eignen sich auch ideal für das To-go-Geschäft.

Praktisch „auf die Hand“ gibt es die „Bricks“, die es als vegane und vegetarische Variante, aber auch mit herzhaften Fleischfüllungen gibt. „Wo es möglich ist, verwenden wir für die Füllungen Zutaten aus der Region; zum Beispiel Fleisch vom Schlachter Bruns und Hähnchen vom Esenser Wochenmarkt. Das ist mir das Geld wert“, sagt Eike Eisenhauer, der verspricht, dass im Sommer auch wieder Tischtennis bei ihm gespielt werden darf.

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