Esens - Am 1. Januar 2019 kam es zu dem verheerenden Brand der Dreifachturnhalle in Esens. Nach den Zeugnisferien, 13 Monate später, wurde der Betrieb wieder aufgenommen. Am Donnerstag fanden die Abschlussbesichtigung und feierliche Wiedereröffnung statt. Dazu hieß Landrat Holger Heymann die Bürgermeisterin der Stadt Esens, Karin Emken, Stadtdirektor Harald Hinrichs, Kreistagsabgeordnete sowie Vertreter der Schulen und Vereine willkommen. Seinen Dank richtete Heymann zu allererst an die vielen Feuerwehrkräfte für ihren schnellen und professionellen Einsatz.
Nur aufgrund von umfangreichen Sanierungsmaßnahmen sei es gelungen, die gravierenden Brandschäden zu beheben. Dass sich die Sanierung der Halle so lange hinausgezögert hat, habe am Versicherer gelegen, der den Freigaben für den Rückbau immer nur in Teilschritten zugestimmt habe. „Sobald die Arbeiten im jeweiligen Sanierungsschritt erledigt waren, wurde wieder beprobt und analysiert. Die Auswertung der Proben dauerte je Probe dauerte zwischen zwei und vier Wochen. Erst dann folgte der nächste Schritt“, so Heymann.
Durch diese Vorgehensweise gab es fünf aufeinander aufbauende Abschnitte zum Rückbau des Brandschadens und der Erneuerung der Halle:
1. Rückbau des ersichtlichen Brandschadens. 2. Hatte man nach dem Brand noch angenommen, nur Teile des Hallenbodens sanieren zu müssen, musste der Boden inklusive Estrich aufgrund des Wasserschadens komplett ausgebaut und durch einen neuen ersetzt werden. 3. Rückbau und Ersatz der Decken in den Kabinen, Fluren und Nebenräumen. 4. Rückbau und Erneuerung der Hallendecke und der hölzernen Seitenwand und 5. Rückbau und Erneuerung der Trennvorhänge inklusive Technik. Die Abschnitte drei bis fünf waren trotz Reinigung wegen des anhaltenden Brandgeruchs erforderlich.
Die Kosten der Wiederherstellung bezifferte Landrat Holger Heymann auf 1,2 Millionen Euro einschließlich des Inventarschadens. Die Eigenleistung des Landkreises liege bei 51.000 Euro für eine neue Hallenbeleuchtung in LED-Technik, den Einbau von Kombitoren für Handball und Fußball, den Einbau von zuvor nicht vorhandenen Bodenhülsen für Sprossenwände, Außenbeleuchtung und Haartrockner.
Die Endabrechnung mit dem Versicherer steht noch aus. Kosten, die von dort nicht übernommen werden, wird der Landkreis bei den Schädigern geltend machen müssen, so Holger Heymann, der sich abschließend nochmals bei den Feuerwehren bedankte. Dank gelte aber auch den Hausmeistern Stephan Wempen, Markus Willms sowie Thorsten Lübben vom Gebäudemanagement der Kreisverwaltung, den Übungsleiterinnen Ellen Mannott und Annelie Herzog sowie den Schulen und Vereinen für ihre Geduld.
Weiter dankte der Landrat für die gute Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde sowie dem NIGE und der Sportgemeinschaft Stedesdorf für das Bereitstellen von Hallenstunden, damit an diesen Ausweichstandorten Hallensport während der Sanierung überhaupt möglich war. Jens Gebbeken dankte für die Schulen.
