ESENS - Gespannt warteten die Pennäler verschiedener Esenser Schulen am Freitagmorgen vor den Toren der Theodor-Thomas-Halle. Das Freiburger Sextett 'Otto Normal' hatte zum Konzert geladen. Morgens um 9.45 Uhr – ein undankbarer Termin für Künstler, 'aber das passt schon', versprach Sänger Pette Stöcklin. Er hielt Wort.

Denn das Konzert geriet anders, als ein trister Vormittag. Auch deshalb, weil die Band es verstand, ihr Publikum umgehend auf ihre Seite zu ziehen. 'Das Konzert ist doch wohl besser als Schule', fragte Stöcklin schelmisch. 'Ja', schallte es aus 150 Kinderkehlen zurück.

Aber es war nicht nur der Ton, mit dem die Formation begeisterte. Frontmann Pete zeigte keinerlei Berührungsängste und stieg ein ums andere Mal von der Bühne herab, um mit den jungen Zuschauern ins Gespräch zu kommen. Dann nämlich, als es darum ging, Begriffe zu nennen, die der Musiker spontan in einen der Song-Texte einband. Ein Programm zum Mitmachen hatte die Band vorab versprochen. Sie hielt Wort.

Der Höhepunkt des Konzerts bestand jedoch im gemeinsamen Auftritt der Band und der 'Friedensgang', hinter der sich Schüler der Christian Wilhelm Schneider Schule verbargen. In einem drei-tägigen Workshop hatten die Teilnehmer eigene Lieder geschrieben. Professionelle Hilfe erhielten sie dabei von den Mitgliedern der HipHop-Gruppe.

'Musik macht Schule' heißt das Projekt, im Zuge dessen 'Otto Normal' an die Schule kamen. Die Weichen dafür hatte das 'Aktionsbündnis für Frieden und Entmilitarisierung Harlingerland gegen Rechts e.V.' gestellt. Der Verein ist auch für das 'Friedensfestival' verantwortlich, das noch bis Sonntag in Neuschoo läuft. Am 1. September wird dort ab 14 Uhr auf der Open-Mic-Bühne eine Podiumsdiskussion zum Thema 'Inklusion' stattfinden.