Esens - Schützencompagnie, Schausteller und Besucher sind hoch zufrieden. Die Schützenwiese – in Corona-Zeiten die Alternative zum alljährlichen Schützenfest – auf dem Esenser Schützenplatz ist ein voller Erfolg. Auf drei entspannte, aber tolle Tage folgt am Montag der Haupttag für die Schützencompagnie. Das Königsschießen steht an. Daran haben in diesem Jahr nur 90 Schützen teilgenommen. Die beste Zehn erzielte Oberfeldwebel Johannes Freeseman, sein Adjutant ist Dieter „Buddy“ Kramer.
Der Tag der Esenser Schützen beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück auf dem Scheetstand. Dann heißt es „Noch einmal Luft holen zum Königsschießen“. Auf dem Schießstand folgt die Vergatterung: Von den für das Königsschießen Verantwortlichen zu befolgen sind ein Hygienekonzept, Maskenpflicht und die absolute Verschwiegenheit. Kein Schießergebnis darf vor der Proklamation durch Hauptmann Ottmar Dirksen und Dr. Frank Lühring verraten werden.
Platzmeister Buddy Kramer: „In diesem Jahr ist alles viel entspannter“
Was in diesem Jahr auf dem Schießstand fehlt, das sind die Zylinderschützen und die Musik des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Middels und des Schützenspielmannszuges Esens. Stattdessen nutzen die Schützen die Zeit für das eine oder andere Gespräch. „In diesem Jahr ist alles viel entspannter“, sagt Platzmeister Buddy Kramer, der mit den Schaustellern trotz Corona für eine ansehnliche und gut angenommene Platzbeschickung gesorgt hat. Alle sind froh, dass die Schützenwiese als Alternative zum Schützenfest gefeiert werden darf. „Und das wollen die Menschen auch“, sagt Hauptmann Ottmar Dirksen. Jung und Alt feiern ein gemeinsames Fest.
In bester Feierlaune zeigt sich auch Ex-Majestät Günter Aden. Mit seinem Adjutanten Heiko Ahrends hat er die Compagnie 785 Tage würdevoll vertreten. Dafür danken ihm die Esenser Schützen mit einer Platzrunde.
Angeführt wird sie vom Spielmannszug „Jung und Alt“ der Schützencompagnie Esens unter der Stabführung von Tambourmajor Peter Eden. Die Spielleute haben in zwei Jahren Zwangspause nichts von ihrem Können verlernt. Das honoriert Güter Aden mit einer großzügigen Spende für die Jugendabteilung.
Statt ins große Festzelt geht es zurück in den Scheetstand – Mittagessen. Dann wird es spannend. Die Bürgermeisterin der Stadt Esens, Karin Emken, spricht ihr Grußwort: „Moin, liebe Schützen! Das, was wir hier in diesen Tagen erleben, ist kein Schützenfest. Natürlich nicht! Denn unser Schützenfest ist einzigartig. Etwas ganz Großes, Einmaliges. Annähernd 450 Jahre Tradition, gebaut auf Freundschaft, Vertrauen, Wertschätzung und Respekt zwischen Stadt und Compagnie. ... Dafür, dass Ihr diese Tradition weiterführt, danke ich Euch sehr.“
Die Nationalhymne erklingt, die Spannung in den Reihen der Schützen erreicht ihren Höhepunkt. Die Namen der 50 Bestschützen werden verlesen. Die neue Esenser Majestät 2021/2022 ist Johannes Freesemann.
