Esens - Die Jugendherberge in Esens wird Corona-Impfzentrum im Landkreis Wittmund. Wie es aussehen wird und wie die Abläufe für der Bevölkerung sein werden, das waren die Fragen eines Gesprächs zwischen den Vertretern des Landkreises Wittmund und dem Einrichtungsleiter der Jugendherberge Esens, Christoph Angres am Montag.
Vorerst bis zum 30. Juni gebucht
Die Jugendherberge ist seit dem Sommer komplett geschlossen. „Jetzt wird sie Impfzentrum und ist dafür zunächst bis zum 30. Juni 2021 vom Kreis gebucht. Eine Verlängerung ist möglich“, erklären Christoph Angres und Michael Ihnen (Ordnungsamt des Landkreises Wittmund und zuständig für die organisatorische Leitung).
„Wir folgen den Vorgaben des Landes“, betont Ihnen. Die Sicherheit für die Bevölkerung habe im Impfzentrum Priorität. „Für uns ist es wichtig, vorab zu erfahren, wie wir bestmöglich unterstützen können“, sagt Angres. Das schon vorhandene Hygienekonzept der Jugendherberge werde für die Einrichtung des Impfzentrums nochmals angepasst.
Inbetriebnahme nach Aufforderung des Landes
„Wir starten zunächst mit einer Impfstraße“, sagt Michael Ihnen vom Ordnungsamt des Landkreises Wittmund und mit Uwe Telle zuständig für die organisatorische Leitung. Die Bedingungen zur Einrichtung des Impfzentrums in der Ewald-Neemann-Jugendherberge Esens seien ideal. Es gibt einen Haupt- und einen Nebeneingang sowie einen dritten Eingang zur Anlieferung der benötigten Materialien. Dazu gehöre auch ein Kühlaggregat zur Kühlung des Impfstoffes, der auf bis zu 80 Grad minus gekühlt und gelagert werden muss. „Alle erforderlichen Räume können sofort und problemlos zur Verfügung gestellt werden“, sagt der Einrichtungsleiter der Jugendherberge Christoph Angres. „Der konkrete Aufbau der der Impfstraße und der Abläufe des Impfens werden vom Ordnungsamt des Landkreises geplant.“
Die Einrichtung des Impfzentrums und die Abläufe, wenn alles fertig ist, würden sehr sicher geplant. Weder die zu impfende Bevölkerung noch das medizinische Personal solle einer Ansteckungsgefahr ausgesetzt sein. Das Gesamtkonzept solle auch dazu dienen, den Menschen, die sich impfen lassen möchten, die Angst zu nehmen, in das Impfzentrum zu kommen, so Angres.
Zur ersten Gruppe, die sich impfen lassen kann, gehören laut Bundesregierung ältere Personen und Risikopatienten mit Vorerkrankungen. Deshalb solle die erste Impfstraße im Untergeschoss Süd der Jugendherberge barrierefrei sein. „Für die Jugendherbergen im Nordwesten als Betreiber bin ich froh, einen so wichtigen Beitrag für den Landkreis und dessen Bevölkerung leiten zu können“, so Angres.
Auf die in der Bevölkerung bereits diskutierte Frage, wie viele Menschen pro Tag geimpft werden können, teilt Kreispressesprecher Ralf Klöker mit: 60 Impfungen pro Tag sei der vorläufige Wert für die Bereitstellung der ersten Impfstraße zum 15. Dezember. „Im Idealfall sollen wir aber bei uns drei Impfstraßen laufen haben, wenn genug Impfstoff da ist. Hinzu kommen Impfungen durch drei mobile Teams, die wir bereitstellen sollen, die insbesondere auch in die Alten- und Pflegeeinrichtungen gehen sollen. Außerdem ist ja irgendwann auch geplant, dass auch die niedergelassenen Ärzte in den Praxen impfen sollen. Dann kommen ganz andere Zahlen zustande. Anlaufen wird alles nach und nach.“
