ESENS - 'Der Gegner soll sich nach uns richten. Wir müssen den Ton angeben', sagt Bruno Mönck selbstbewusst vor der Begegnung seines TuS Esens gegen den SV BW Borssum in der Fußball-Bezirksliga. Am Sonntag treffen beide Mannschaften im Stadion an der Peldemühle um 15 Uhr aufeinander.
Für die Gastgeber aus der Bärenstadt geht es in dieser Partie aber um bedeutend mehr als für Borssum, schließlich verfolgt Esens weiterhin das Ziel Aufstieg, während die Gäste im sicheren Tabellenmittelfeld rangieren. Lange steckte der Emder Verein tief im Tabellenkeller, war mitten in den Abstiegskampf verwickelt. Zur Winterpause lag die Mannschaft auf dem 15. Rang, anschließend wurde ein Trainerwechsel vollzogen. Unter Jens Diekers Leitung spielt der Sportverein erfolgreicher und steht nun mit 32 Punkten auf dem zehnten Platz. Mit dem Abstieg sollten er und sein Team nichts mehr zu tun bekommen. 'Borssum kann befreit aufspielen', sagt Mönck.
Die Akteure des TuS werden den kommenden Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen, schließlich winkt der fünfte Erfolg in Serie. 'Wir müssen zeigen, dass wir zu Hause spielen', macht Mönck deutlich, dass es an der Zeit ist, auch im eigenen Stadion eine Serie zu starten und dem Kontrahenten die Grenzen aufzuzeigen. Druckvoll, spielerisch überzeugend, die Zweikämpfe annehmend, sollen seine Spieler auftreten, ähnlich wie in der vergangenen Woche gegen die SG Egels-Popens. Ein frühes Tor erzielen, das für Sicherheit sorgt, wünscht sich Mönck. Gegen die SG traf Manuel Meints bereits nach drei Minuten.
Doch auch beim Spiel gegen Egels sah der Trainer Steigerungspotenzial. 'Wir dürfen uns nicht hängen lassen', kommt Mönck auf die 2:0-Führung seines Team zu sprechen. Daraufhin folgte eine etwas schwächere Phase von Esens. Eine solche Phase soll es gegen Borssum aus Sicht von Mönck gar nicht erst geben: 'Wir müssen das Spiel bestimmen'. Daher erwartet er von seinen Spielern eine entschlossene Körpersprache.
Um das Geschehen während des Spiels bestimmen zu können, benötigt sein Team gute Platzbedingungen. Daher hofft der Esenser Trainer auf einen ebenen Untergrund. Das Hinspiel beim Sportverein endete 3:1 aus Sicht des TuS. Mönck erinnert sich, dass die Borssumer zu Torchancen kamen und Akzente nach vorne setzten. Doch die Erkenntnisse aus der Hinrunden-Partie scheinen für die Begegnung am Sonntag nicht relevant zu sein, da die Blau-Weißen erfolgreicher sind als damals.
Was Mönck aber weiterhin Mut auf den Bestand der Erfolgsserie machen kann, ist die personelle Situation seines Kaders: Dort gibt es aktuell bis auf Jannes Havemann (befindet sich im Lauftraining) keinen Ausfall zu vermelden. Der zuletzt starke Torhüter Tim Riemenschneider wird dem Tabellendritten gegen Borssum fehlen, da er sich aus privaten Gründen in Hannover befindet. Ihn wird Benjamin Ihben ersetzen, ein gleichwertiger Ersatz, der versuchen wird, mit seinen Paraden die Esenser Serie zu sichern. 'Wir haben absolut kein Torwartproblem', weiß Mönck über die Klasse seiner Schlussmänner.
