Esens - Die Volksbank Esens ist weiter in der Erfolgsspur. Die Vorstände Jan-Siefke Dirks und Helmut Hicken sprechen nach der Generalversammlung von einem „zufriedenstellenden Ergebnis für 2019“. Die Dividende für die Mitglieder beträgt sechs Prozent.
Erstmals in der mehr als 150-jährigen Geschichte der Volksbank Esens eG wurde in einer virtuellen Generalversammlung informiert. Das erklärten die Bankvorstände zur Versammlung zum Geschäftsjahr 2019 – dem Jubiläumsjahr der Bank – in einem Pressegespräch.
Abstimmung erfolgt über Internet
Waren es in den Vorjahren jeweils um die 110 Mitglieder, die sich zu einem geselligen Abend trafen, waren es Donnerstagabend etwa 60 Mitglieder, die an der virtuellen Generalversammlung teilnahmen und entweder per Computer, Tablet oder Notebook abstimmen konnten. Fragen und Anmerkungen konnten im Chat gestellt werden. „Somit konnten die Mitglieder ihre Frage-, Rede-, Antrags- und Stimmrechte ausüben“, so Jan-Siefke Dirks.
„Es hat alles funktioniert. Gleichwohl ist diese Form der Veranstaltung nicht das, was wir uns unter einer Generalversammlung vorstellen“, erläuterte Vorstand Jan-Siefke Dirks. „Wir sind nach wie vor der festen Überzeugung, dass eine Generalversammlung in Präsenzform in geselliger Atmosphäre mit dem persönlichen Kontakt zu den Mitgliedern am besten zu uns passt. Und wir hoffen natürlich, dass wir die Generalversammlung im nächsten Jahr wieder normal und in gewohnter Weise durchführen können.“
„Aufgrund des bis Oktober geltenden Dividendenauszahlungsverbotes der Bankenaufsicht fand die Generalversammlung in diesem Jahr überhaupt erst so spät statt“, ergänzte Vorstand Helmut Hicken.
Mitglieder und Kunden haben Priorität
„Für die Volksbank Esens hat die Förderung von Mitgliedern und Kunden oberste Priorität“, stellte Jan-Siefke Dirks an den Beginn seines Berichts über die herausfordernden Rahmenbedingungen, denen sich die Bank im vergangenen Jahr stellen musste. Dazu gehörten die anhaltende Niedrigzinsphase, die nach wie vor starke Zunahme der Regulatorik und die zunehmende Digitalisierung. Aber auch in diesem schwierigen Marktumfeld sei es der Volksbank Esens gelungen, ihre Position zu festigen und in Teilbereichen weiter auszubauen. „Insgesamt hat sich die Bank im Wettbewerb gut behauptet“, so Vorstandsmitglied Helmut Hicken. Das belegen auch die Bilanzzahlen (siehe Info-Kasten). Ein starkes Plus verzeichne die Bank zum Beispiel bei den Kundeneinlagen durch Immobilienverkäufe, die Auszahlung von Lebensversicherungen, eine hohe Sparquote und das aktuell erhöhte Sicherheitsbedürfnis.
Auch die Herausforderungen in diesem Jahr durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie habe die Volksbank gut bewältigt. Die Mitarbeiter mussten ihre Tätigkeiten dabei zeitweise unter erschwerten Bedingungen ausüben, standen den Kunden aber auch in dieser schwierigen Zeit hilfsbereit zur Seite. „Bei Immobilien zum Beispiel, die über Ferienwohnungen finanziert werden, haben wir die Tilgung bei Bedarf ausgesetzt. Das ist eine große Hilfe für unsere Kunden“, so Hicken.
Wirtschaftsleistung der Region wird gestärkt
„Für sein Engagement danken wir unserem gesamten Team“, so Dirks und Hicken, die die regionale Verankerung der Bank hervorhoben. „Die Kreditvergabe, die wir tätigen, die Löhne und Gehälter sowie Steuern fließen alle in die Wirtschaftsleistung dieser Region, in der wir verwurzelt sind.“ Dazu kommen die Unterstützung als Partner von Vereinen, Schulen und weiteren Einrichtungen.
Die Mitglieder werden am Erfolg der Volksbank Esens beteiligt und erhalten eine Dividende von sechs Prozent auf ihre gezeichneten Geschäftsanteile. Für das Geschäftsjahr 2020 plane die Bank, die Dividende moderat zu senken. „Bisher konnten Mitglieder nur einen Anteil zeichnen, ab 2021 sind drei Anteile möglich, wodurch dann ein Ausgleich zur Dividende der vergangenen Jahre erreicht werden kann.
In diesem Jahr standen die Aufsichtsratsmitglieder Hermann Becker, Carolinensiel, und Peter Wettstein, Langeoog, zur Wahl. Beide wurden in der virtuellen Generalversammlung von den Mitgliedern wieder gewählt.
