Esens - „Zusammen mit den Schaustellern wollen wir ein Familienfest auf der Schützenwiese an der Bahnhofstraße“, sagt Dieter „Buddy“ Kramer, Platzmeister der Schützencompagnie Esens von 1577. „Ein traditionelles Schützenfest ist Corona-bedingt auch in diesem Jahr nicht darstellbar. Deshalb legen wir bei unserer Alternative Schützenwiese sehr viel Wert auf eine Platzbeschickung für Kinder und Jugendliche.“
Freifahrten
Eröffnet wird die Schützenwiese am Freitag, 3. September, um 14.30 Uhr vom Vorstand der Compagnie und der seit nunmehr gut zwei Jahren amtierenden Majestät Günter Aden. „Das ist nicht nur das diesjährige Zeichen für fünf Tage Jahrmarktstimmung, sondern auch für den Beginn de Freifahrten für Kinder und Jugendliche in allen Fahrgeschäften auf der Schützenwiese an der Esenser Bahnhofstraße“, sagt Buddy Kramer. Die Freifahrten enden um 15 Uhr. Während Kinder und Jugendliche einige Runden in ihren Lieblingsfahrgeschäften drehen, starten der Vorstand mit Majestät Günter Aden sowie die Corporalschaften zu Rundgängen über das Gelände.
Geöffnet wird die Schützenwiese Samstag, Sonntag und Dienstag jeweils um 14 Uhr sowie am Montag, 6. September, um 11 Uhr. Geschlossen wird das Fest Freitag und Samstag um 24 Uhr sowie Sonntag, Montag und Dienstag um 22 Uhr. Was erwartet die Besucher in diesem Jahr? „Wir haben die Stellfläche für die Schützenwiese verkleinert. Darauf präsentieren sich 64 Schaustellerbetriebe mit elf Fahrgeschäften – darunter drei Kinderfahrgeschäfte, die alle zum ersten Mal in Esens aufbauen – Getränkepavillons, überdachten Biergärten und Verzehrständen.“
Ganz neu in Esens ist unter anderem auch der „Fly Over“, ein 40 Meter hoher Kettenflieger, der den jugendlichen Besuchern schon einigen Mut abverlangen wird, ist sich Platzmeister Buddy Kramer sicher.
Besonders froh ist er darüber, dass auch zahlreiche Schausteller mit ihren traditionellen Angeboten und Fahrgeschäften dabei sein werden. „Dazu zählen der „Break Dancer“, der Autoscooter, der Musikexpress, das historische Pferdekarussell, die Geisterbahn und der „Jumper“.
Sicherheitskonzept
Für die Schützencompagnie Esens, den Vorstand und vor allem den Platzmeister ist die Organisation der Schützenwiese in Corona-Zeiten eine echte Herausforderung. Während Platzmeister Buddy Kramer noch auf der Zielgeraden mit Absagen einzelner Schausteller kämpfen musste (zwei Fahrgeschäfte ließen sich nach zwei Jahren Standzeit nicht mehr bewegen und nicht mehr rechtzeitig reparieren), hat der Vorstand um Hauptmann Ottmar Dirksen ein umfangreiches Hygiene- und Sicherheitskonzept ausgeklügelt und dieses vom Landkreis Wittmund als Genehmigungsbehörde bestätigen lassen. „Wir alle wünschen uns eine Veranstaltung, bei der niemand um seine Gesundheit bangen muss“, sagt der Platzmeister stellvertretend für den Gesamtvorstand.
Erstmals in der Geschichte der Schützencompagnie Esens von 1577 werden die Eingänge zum Schützenplatz mit mobilen Herner Truck-Sperren abgesichert. Es gibt zwei Eingänge – am Schützenplatz Nord neben dem „plietsch“ und am Ostfrieslandwanderweg – sowie zwei Ausgänge: am Schützenplatz Süd an der Bahnhofstraße sowie am Ostfrieslandwanderweg.
Die Einlassschleusen werden von einer Security überwacht. Sie überprüft die Einhaltung der 3-G-Regel. Auf die Schützenwiese darf nur, wer geimpft, genesen oder getestet ist. Teststationen, besetzt von Einsatzkräften des DRK-Kreisverbandes Wittmund, gibt es deshalb neben beiden Eingängen. Weitere Security-Kräfte beobachten auf dem Gelände die weitere Einhaltung der aktuell geltenden Corona-Hygieneregeln.
„Letztlich ist jeder für sich und andere selbstverantwortlich. Wir hoffen deshalb auf ein gemütliches und friedliches Familienfest“, sagt Buddy Kramer im Namen der Schausteller und der Compagnie.
