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Stadtmarketing gibt Übersicht raus Wo die bunten Esenser Bären zu finden sind

Esens - Friedrich Appelt kann ein Lied davon singen: „Der Esenser Bär ist nach wie vor Gesprächsthema bei den Gästen unserer Stadt“, unterstreicht der Koordinator des Stadtführerteams. Auf den Rundgängen werde immer wieder nach dem für unsere Region ungewöhnlichen Wappentier gefragt. Und so gehöre die Esenser Bären-Legende – auf Plattdeutsch vorgetragen – zu den Höhepunkten des geschichtlichen Rundgangs.

Ins Auge fällt Meister Petz bei den Besuchern vor allem durch seine zahlreichen künstlerisch gestalteten Artgenossen an mancher Ecke des Stadtgebiets und in Bensersiel. Und da diese Farbtupfer mittlerweile zu den beliebtesten Fotomotiven gehören, hat sich die Stadt Esens entschlossen, ein aktualisiertes und erweitertes Faltblatt mit den Standorten der Skulpturen und weiteren Erläuterungen herauszugeben. Der Brune-Mettcker-Verlag stellte eine Auflage von 15 000 Exemplaren her, die in den Tourist-Informationen in Esens (Goldenort) und Bensersiel (Strandportal) erhältlich sind.

Fotowettbewerb mit einem Bärenselfie

Auch die örtlichen Gastgeber, das wünscht sich Stadtmanager Adalbert Oldewurtel, sollten sich mit dem Info-Blatt eindecken und dies den Urlaubern weitergeben. Eine praktische Hilfe kann die neue Standort-Beschreibung außerdem beim aktuellen Fotowettbewerb des Gewerbevereins AEU im Hinblick auf die Aktion „Heimat-shoppen“ sein. Bei Facebook und Instagram mit dem Verweis #Baerenselfie gepostete Selfie-Aufnahmen haben dabei Aussicht auf einen Preis von bis zu 250 Euro. „Diese Kunstobjekte erhöhen die Aufenthaltsqualität der Kundschaft vor den Geschäften“, freut sich AEU-Vorsitzender Markus Backenköhler.

„Die bunten Buddy-Bären sind ein toller Werbeeffekt für unsere Stadt“, unterstreicht Heiko Willms, stellvertretender Bürgermeister, bei der Vorstellung der druckfrischen Flyer-Exemplare. Die Objekte seien heute aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. „Diese Sehenswürdigkeiten sind Anlaufpunkte für die Einheimischen und Fotomotive der Urlauber. Daher ist es wichtig, dass unser Bärenflyer immer auf dem neusten Stand ist.“

Dabei erinnert Willms an den damaligen Bürgermeister und jetzigen Ehrenbürger Willi Ebrecht, der zum Stadtjubiläum 2002 die Berliner Idee der künstlerisch gestalteten Bären in mittlerweile vier unterschiedlichen Ausführungen mit Genehmigung auf Esens übertrug. Aus anfänglich drei Dutzend Objekten habe man inzwischen die Zahl von 49 erreicht. Und der 50. Buddy-Bär ist bereits bestellt worden – von Immobilienmakler Dirk Blech.

Heiko Willms dankt vor allem dem Arbeitskreis, der sich um den Inhalt des Flyers gekümmert und die vielen Details mit Grafikerin Barbara Wilken (Werbeagentur de Vincent, Negenbargen) besprochen hat. Neben Adalbert Oldewurtel, Friedrich Appelt und Stadtchronist Detlef Kiesé setzt sich hier vor allem Stadtführerin Monika Buldt ein, die Heiko Willms wegen ihres bärenchronistischen Engagements besonders würdigt.

Buldt berichtet von der neuen Welle weiterer Kunst-Bären, für deren Bemalung in Berlin jeweils Genehmigungen eingeholt werden müssten. Nach dem Hayungshaus-Bär seien zuletzt der Bär „Tennis-Ansichten“ des Tennisclubs Esens und der Grünhoff-Backbär vor dem Edeka-Markt Pfaff hinzugekommen.

Im Faltblatt bereits vermerkt sind der Harlinger-Bär, der in neuer Gestaltung wieder vor die Geschäftsstelle am Marktplatz zurückkehrt, und der Teebär, den Markus Backenköhler vom Teekontor Ostfriesland aus Anlass des Jubiläums „100 Jahre Backenköhler in Esens“ bestellt hat.

Manche Anekdote über einzelne Bären

Zu manchem Buddy-Bären gebe es eine Geschichte zu erzählen, wie Monika Buldt berichtet. So existiere mit der Juri-Bärin bei Rechtsanwältin Meike Tekken-Eden in der Butterstraße nur eine weibliche Darstellung. Einige Bären hätten in den vergangenen 20 Jahren einen neuen Standort und eine neue Farbgestaltung erhalten: Der Bär vom Schuhhaus Oelrichs beispielsweise wurde so zum AEU- und Teddystiftungs-Bär, der jetzt im Strandportal steht. „Wenn Schützenfest ist, steht der Schützencompagnie-Bär im Schwarzwaldhaus auf dem Festplatz“, berichtet Buldt über ein Exemplar, das in der Standort-Zählung ebenso nicht mitgerechnet wird wie der jetzt in Dunum stehende Imker-Bär, der anfänglich als knallgelber Märchen-Bär von Dieter Beier registriert war. Den Bären der Hirsch-Apotheke hat Kaufmann Holger Janssen (W&M) übernommen; der früheren Reu-Bär (Tischlerei Hans Reuter) wurde bei Janssen-Transporte zum Budi-Bär.

„Esens-Bensersiel grüßt Dortmund“ steht auf einem Bären, den die Ostfriesen im September 2006 ihrer befreundeten Stadt übergeben haben. Im Gegenzug kam das künstlerisch gestaltete geflügelte Nashorn „Blühendes Leben“ in die Bärenstadt; es steht heute in der Butterstraße. Auch der Vereinigten Turnerschaft Kempten, langjährigen Zeltplatzgast in Bensersiel, wurde ein Bär mit Orts- und Strandmotiven überreicht.

Den Schlemmer-Bären, der einst vor der Bensersieler Gastronomie „Zum Bären“ stand, hat Nachpächter Jens Kröger („Blanker Hans“) einem treuen Handwerker in Cloppenburg überlassen. Beschädigungen mancher Objekte blieben schließlich nicht aus. So musste Künstler Hans-Christian Petersen einmal den Sparkassen-Finanzbär reparieren, nachdem ein Auto ihn beschädigt hatte. Petersen bietet den individuell bemalten Buddy-Bären übrigens auch in einer Größe von 35 Zentimetern an.

Kompakte Informationen

Der Flyer „Der Esenser Bär“, der in kurzen Texten auch über Legende und Wirklichkeit berichtet, kann übrigens zusätzlich auf der Website der Stadt (Rubrik Museen und Sehenswürdigkeiten) heruntergeladen und auf Smartphone und Tablet genutzt werden. Auf dem Titelbild des Prospekts ist Christin Steffens mit Handy und dem Stadt-Bären vor dem Rathaus zu sehen, fotografiert von Stephan Schöneck. Kurzinformationen zu den Esenser Bären gibt es außerdem auf einer Tafel „Esens historisch“ an der Ecke Goldenort/Butterstraße.

Interessenten für die Aufstellung eines weiteren Buddy-Bären können sich an Stadtmanager Adalbert Oldewurtel (  T  04971 /20630) oder Monika Buldt (  T  04971 / 3686) wenden.

Detlef Kiesé
Detlef Kiesé Redaktion Wittmund
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