Esens - Damit hat sich der Bauunternehmer Apke Hinrichs Abegg lange brüsten können: Er wirkte neben manch anderem Handwerker in den Jahren 1848 bis 1854 beim Bau der Esenser St.-Magnus-Kirche mit und lieferte sogar die Ziegelsteine für das Außenmauerwerk. Immerhin sollte einer der größten und bedeutendsten Sakralbauten auf der ostfriesischen Halbinsel entstehen.

Ein Aufsatz im Harlinger Heimatkalender für das Jahr 2021 beschäftigt sich in diesem Zusammenhang insbesondere mit dem Ziegeleistandort südlich des Schafhauser Waldes, wo sich das vorzügliche Lehm-, aber auch Torfvorkommen für den Brand geradezu anbot.

Um 1845 ließ Holzkaufmann Apke Abegg – übrigens ein Vorfahre der Kaufmannsfamilie Hedlefs – dort in Wagnersfehn zwei torfbefeuerte Brennöfen errichten. Schwiegersohn Johann-Meppen Meents übernahm den Betrieb später. Da die Anlage anders als konkurrierende Betriebe jedoch über keinen Ringofen verfügte, schwanden die Aufträge – das Aus kam 1910, die Gebäude verschwanden.

Die entstandenen Lehmkuhlen indes sind noch heute gut zu erkennen, sie stehen im Besitz der Familien Meents und Söker. Hermann Laurenz erwarb 1920 das Ziegeleigelände am Waldweg, das bis heute von Tochter und Enkel bewohnt wird.

Der Harlinger Heimatkalender für 2021 bietet auf 184 Seiten jede Menge heimatkundlichen Lesestoff mit farbigen Bildern, Gedichte auf Hoch und Platt sowie einen umfangreichen Behördenteil. Der Kalender ist für 7,95 Euro in unserem Verlag und im Buchhandel erhältlich.

Detlef Kiesé
Detlef Kiesé Redaktion Wittmund