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Projekt in Osteraccum Bürgerprotest gegen Wohnen auf dem Wasser ist nicht immer sachlich

Stedesdorf/Osteraccum - Der Bau von 66 Ferien- und Dauerwohnhäusern auf und an der stillgelegten Sandgrube in Osteraccum ist das Ziel von Hermann Oldewurtel und Udo Kau, FloLimit GmbH & Co. KG. „Bisher sei nichts in Stein gemeißelt“, erklärten die Unternehmer im September 2019. Sie wollten die Bürger bei der Planung „mitnehmen“.

Das touristische Projekt wäre bisher einmalig in Deutschland, es würden bis zu 25 Teil- und Dauerarbeitsplätze entstehen. Steuereinnahmen würden generiert. Gemeinde und die Region erhielten ein Alleinstellungsmerkmal. Doch einen Aufstellungsbeschluss gibt es bis heute nicht. Stattdessen kursieren viele Gerüchte, Fakten werden außer Acht gelassen, erklärt die Ratsgruppe SPD/Bürgerwille. Aus gegebenem Anlass sieht sich Gruppensprecher Kurt Zart gefordert, einiges klarzustellen, so weit es um die Planung des Projektes FloLimits geht.

Auf Plakaten steht: „FloLimits ist wie Corona“

Zwar wird von einer Gruppe von Anwohnern auf sachliche und inhaltliche Auseinandersetzung großen Wert gelegt, doch folgen diesem Wunsch wohl nicht alle Mitglieder, stellt Ratsmitglied Karsten Anders fest. Mit Plakaten wie „FloLimits ist wie Corona“ haben die Gegner des touristischen Projekts die Sachebene verlassen und verlegen sich mehr auf Meinungsmache im Vorfeld.

Zur Information aller Ratsmitglieder zum aktuellen Planungsstand der Investoren hat eine nicht öffentliche Ratssitzung stattgefunden. Der erweiterte Stand der Planung konnte kein Ratsmitglied überzeugen. Die Ratsgruppe „SPD/“Bürgerwille“ um Bürgermeisterin Ilse Reineke hat das Ziel, sachlich über den ausstehenden Antrag auf Aufstellungsbeschluss zu befinden. Der Umfang der ersten Planung in Kombination mit einer alternativen Zuwegung zur Entlastung der Straße „Gaste“ ist für die Ratsgruppe vorstellbar, das erweiterte Konzept nebst Versprechung unzähliger Bauplätze findet keine Zustimmung, heißt es seitens SPD/Bürgerwille.

Es mangelt an Vertrauen in die Politik

Mehr Eingaben kann und darf ein Rat erst mit dem Auftrag durch den Aufstellungsbeschluss und somit der Aufgabe zur Prüfung und Diskussion in der regulären Ratsarbeit machen, so Ratsfrau Marit Ufken. Machbarkeitsprüfungen seitens der Investoren führen in keinem Fall direkt zu einem Beschluss und dessen Umsetzung ergänzt Ratsherr Holger Oelrichs. Dies scheint für viele besorgte Bürger nicht ganz klar zu sein. Es mangelt an Vertrauen in die Politik der gewählten Mandatsträger. Für alle Beteiligten muss es das Ziel sein, sachlich und miteinander über aktuelle Anliegen innerhalb der Gemeinde ordentlich beraten zu können.

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