STEDESDORF - 'Die finanzielle Entwicklung der Gemeinde ist positiv.' Das unterstrich Bürgermeister Helmut Oelrichs (CDU) in seiner Ansprache zum ersten Stedesdorfer Neujahrempfang im Mehrzweckraum der Grundschule. Aktuell lägen die kommunalen Gesamtschulden bei 54 800 Euro, was einem Betrag von 33 Euro je Einwohner entspreche. Der Kassenbestand habe zum Jahresende 300 000 Euro betragen.
Zahlreiche Bürger aus allen vier Gemeindeteilen, Vertreter von Vereinen und Gemeinschaften sowie einige Ehrengäste waren der Einladung zu dieser Premiere gefolgt – unter ihnen Friedhelm Hass in seiner Funktion als stellvertretender Landrat, Kreissportbundvorsitzender Alfred Helmers und Samtgemeindebürgermeister Jürgen Buß. Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung übernahm der Gitarrenchor der Kirchengemeinde Stedesdorf unter der Leitung von Luise Engl.
Die Gemeinde Stedesdorf kann aber auch auf ein reges Vereinsleben bauen, worauf Helmut Oelrichs in seinem Rück- und Ausblick auf Plattdeutsch hinwies. Als 'Höhepunkt des Jahres' bezeichnete er die Einweihung der neuen Sporthalle der Sportgemeinschaft (SG), die im Januar die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten der neuen Räume deutlich machte. Viele ehrenamtliche Arbeitsstunden und persönlicher Einsatz seien hier investiert worden. 'Im Landkreis Wittmund ist der Betrieb einer Sporthalle durch einen Verein einmalig.' Dank guter Verhandlungen mit den Baufirmen, einer notwendigen Beitragserhöhung und einer fantastischen Mitgliederentwicklung sei es der SG gelungen, diese besondere finanzielle Herausforderung zu meistern.
Für den Zusammenhalt in der Gemeinde und eine positive Darstellung nach außen sorgten zahlreiche Veranstaltungen wie der Frühjahrsputz im März, die 80-Jahr-Feier des Posaunenchores, das vom KBV 'Fix wat mit' organisierte Gemeindepokalboßeln, der Kinderlauf der Sportgemeinschaft, das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr, das 25-jährige Bestehen des Klönsnacks, das Erntefest mit Disco der Feuerwehr und der Flohmarkt mit Gewerbeschau, der ebenso von Menno Krey organisiert wurde wie der Weihnachtsmarkt. Der Heimat- und Verkehrsverein hatte neben den Gäste-Radtouren mit anschließendem Grillen eine Besichtigungsfahrt zum Jade-Weser-Port angeboten und der KBV 'Vörut' das Gästeboßeln mit bis zu 100 Teilnehmern.
Als 'ungewöhnliches Ereignis' bezeichnete Helmut Oelrichs den Grundbruch an der Insenhausener Straße im April. Die Straße sei inzwischen wieder passierbar, die Ursachenforschung allerdings wohl nicht abgeschlossen. Dankbar ist der Bürgermeister über Hinweise zu den Vandalen, die immer wieder in der Grillhüte und den Sanitäranlagen auf dem Dorfplatz Gemeindeeigentum beschädigen.
