WERDUM - Er hat den großen Sprung gewagt und wandelt damit auf den Spuren seiner Schwester Sarah, die beim Magdeburger FFC hochklassig Fußball spielt. Die Rede ist von Keno Jacobs, der seit ein paar Monaten seine Handballer-Laufbahn in Thüringen fortsetzt. Im dortigen ThSV, in der Wartburgstadt Eisenach mit ihren rund 42000 Einwohnern, spielt der Werdumer in der C-Jugend-Handballmannschaft in der Thüringenliga, der höchsten Handball-C-Jugendklasse des Bundeslandes.

Groß geworden ist Keno, im Sportverein Werdum als Fußballer. Unter den Trainern Ewald Wilken und Vater Thomas spielt er durchgängig von der G- bis in die C-Jugend im SV, bevor er seine Liebe für den Handballsport entdeckte. Seine erste Station war der OHV Aurich, bevor es ihn nach Eisenach zog. In der Thüringenliga spielt die Mannschaft mit Rückraumspieler Keno bis zur Winterpause eine sehr gute Rolle.

Ungeschlagen belegen die Thüringer unter den Trainern Detlef Henkel und Dirk Schnell den ersten Platz mit 12:0 Punkten und einem Torverhältnis von 179:94. In der Woche wird an vier Tagen eifrig trainiert und zwar jeweils von Dienstag bis Freitag, wobei dienstags ein längeres Training abverlangt wird. Darüber hinaus trainiert Keno jeweils am Montag noch bei der A- und B-Jugend mit. Dabei wird nach seiner Aussage insbesondere die Athletik, Kraft und Ausdauer gefordert und geschult.

Der Höhepunkt in seiner bisherigen Zeit in Eisenach war im Oktober des vergangenen Jahres die Teilnahme an einem internationalem Turnier in Paris. Mit von der Partie war auch der Nachwuchs von Paris Saint-Germain. Der Verein ist zwar in erster Linie bekannt durch die Fußballer, aber auch die Handballer spielen in der ersten Liga Frankreichs und auch international eine gute Rolle. Unter 25 teilnehmenden Mannschaften belegte das Team aus Thüringen den fünften Platz - ein großartiger Erfolg. 'Wir waren beeindruckt von der Atmosphäre und den tollen Sportforen', erinnert sich Keno zurück. Mit von der Partie war in Paris auch seiner Mutter Martina, die vom internationalen Turnier ebenfalls sehr angetan war: 'Die französische Gastfreundschaft war bewundernswert, wir haben uns dort einfach rundherum wohlgefühlt. Allen Mannschaften waren Guides zugeordnet, sodass es keine Probleme bei den Abläufen gab'.

Obwohl Keno 2002 geboren ist, gehört er bereits der Landesauswahl Thüringen des 2000er-Jahrgangs an. Das spricht für den Werdumer Handballer. Im Februar folgt der nächste Schritt: Er wird an einer Erst-Sichtung des Deutschen Handballbundes (DHB) teilnehmen. Keno ist selbst sehr gespannt, wie er sich weiter entwickeln wird und wie es auf der sportlichen Karriereleiter voran geht. Im Gespräch im Kreise der Familie in Werdum hat er seine Vorstellungen zu seiner sportlichen Zukunft vorgetragen: 'Mein Ziel ist es, über die A-Jugend-Bundesliga und die zweite Herrenmannschaft des ThSV letztlich höherklassig Handball zu spielen'. Die erste Herren-Mannschaft von Eisenach spielt in der 2. Handball-Bundesliga (8. Platz), in der auch der Wilhelmshavener HV (15.) mitwirkt.

Den kompletten Artikel lesen Sie am Mittwoch, 17. Januar 2017, in der gedruckten Ausgabe.