WERDUM - Auf eine mit 25 Mitgliedern ausreichende und seit Jahren recht konstante Einsatzstärke der Aktivenabteilung wies Ortsbrandmeister Stefan Bender am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Werdum hin. Doch die Mitgliederzahl sei laut Bender durchaus noch ausbaufähig: 'Wir würden uns nicht nur über ein Engagement des Werdumer Nachwuchses in der nächstgelegenen Kinder- und Jugendfeuerwehr freuen, sondern auch über Bürger, die als Quereinsteiger den Weg zu uns finden.' Und dass eine schlagkräftige Werdumer Feuerwehr in Zukunft mehr denn je gefordert ist, verdeutlichte die Einsatzstundenzahl in 2017, die sich mit 467 im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelte.
Grund für das verstärkte Ausrücken der Blauröcke im vergangenen Jahr waren zum einen natürlich die vier Sturmtiefs, die unter anderem für Wasserschäden und Verkehrsbehinderungen sorgten. Gleichzeitig greift auch immer mehr die Polizei, wenn es um die Suche von vermissten Personen geht, auf die Dienste der Feuerwehr zurück.
Erfreuliches konnte Bender mit Blick auf ein Ereignis in diesem Jahr berichten: So erhalte die Werdumer Feuerwehr Ende Juni oder Anfang Juli ein neues Löschfahrzeug (LF 10) als Nachfolgemodell des abgängigen LF 8/6. Der Ortsbrandmeister hat zudem kürzlich ganz offiziell bei der Samtgemeinde den Bau eines neuen Feuerwehrhauses beantragt. In dem Zusammenhang wies der Ortssicherheitsbeauftragte Christian Sjuts unter anderem auf die schon seit Jahren beengten Verhältnisse hin. Das war natürlich das Stichwort für Esens’ Samtgemeindebürgermeister Harald Hinrichs, der erklärte, dass parallel zu dem in diesem Jahr anstehenden Bau eines Stedesdorfer Feuerwehrhauses auch die ersten Planungen für ein gleiches Projekt in Werdum starten können. Der genaue Standort für das neue Domizil sei aber noch unklar. Hinrichs sprach die Hoffnung aus, dass das neue Löschfahrzeug in Kombination mit einem – in nicht in allzu ferner Zukunft gebautem – neuen Feuerwehrhaus dem Standort Werdum neue Mitglieder beschert.
Bei den von Bender zusammen mit dem Samtgemeindebrandmeister Thomas Peter durchgeführten Beförderungen wurde zunächst Niklas Manott zum Oberfeuerwehrmann ernannt, Eyk Lübben stieg zum Löschmeister auf und der stellvertretende Ortsbrandmeister Dirk Müller darf sich zukünftig 'Hauptlöschmeister' nennen. Als Anerkennung für die meisten geleisteten Übungsstunden erhielt Hans Martin ein Präsent.
