ESSEN - Auf dem Sportplatz in Essen sind am Wochenende Hunde eindeutig in der Überzahl gewesen. Auf dem Sportgelände fand die Bundessiegerprüfung im Turnierhundesport (THS) statt. Mehr als 400 Teilnehmer aus ganz Deutschland waren mit ihren verschiedenen Rassen gekommen.
Das schlechte Wetter am Sonntagvormittag spielte für die Leistung der Hunde und ihre Besitzer kaum eine Rolle. Hochmotiviert und voller Ehrgeiz gingen die Starter an die einzelnen Übungen. Lauthals angefeuert, versuchte das Team aus Hund und Mensch schnellstmöglich einen Parcours zu bewältigen. In dieser Disziplin zählte auch die Leistung des Hundehalters. Die Stoppuhr blieb erst stehen, als der Mensch die Lichtschranke passiert hatte. In den meisten Fällen warteten die Hunde auf ihre Herrchen. „Sowohl Hund als auch Halter müssen fit sein, um am Ende zu gewinnen“, so Christoph Holzschneider (Gummersbach), Präsident des Deutschen Verbandes der Gebrauchshundsportvereine (DVG).
Auch bei den weiteren Disziplinen wie Slalomlauf, Gehorsamsprüfung, Hürdenlauf und Geländelauf waren Hund und Herrchen gefordert. Es gibt keine Einteilung nach Hunden, sondern nur nach dem Alter der Halters. „Wir haben Teilnehmer zwischen zehn und 70 Jahren“, sagte Holzschneider.
Im DVG sind bundesweit 40 000 Mitglieder in insgesamt 880 Vereinen organisiert: Bis auf den letzten Platz gefüllt mit Wohnmobilen, Campingwagen und Zelten war der Essener Schützenplatz. Ausrichter der Veranstaltung waren der HSC Artland, der HSV Sage und GPSV Bremen-Burg. „Seit sechs Monaten bereiten wir uns auf diese Veranstaltung vor“, sagte Michael Bednarz aus Essen.
