ESSEN - ESSEN/HR - 2006 werde „als ein gutes Jahr“ in die Geschichte der Gemeinde Essen eingehen. So schätzt jedenfalls Bürgermeister Georg Kettmann die Lage zum Jahreswechsel ein. Insbesondere die Finanzen hätten sich positiv entwickelt.
In der Bauleitplanung habe der Gemeinderat weitere Vorhaben abgearbeitet. Einige Straßen und der Zustand der Schwimmhalle seien weiter verbessert worden. Für die Beverner Feuerwehr habe die Gemeinde ein Jahr früher als vorgesehen ein modernes Tanklöschfahrzeug beschafft, und die Gemeinde habe die 80-prozentige Mitfinanzierung der Arbeiten an den Gebäuden des katholischen Kindergartens in Bevern abgeschlossen.
Die Steuereinnahmen hätten sich, so Kettmann, 2006 so gut entwickelt, dass die Gemeinde das Jahr mit einem Überschuss abschließt. Vor allem die Einnahmen an Gewerbesteuern seien mit mehr als neun Millionen Euro wesentlich höher, als beim Aufstellen des Etats angenommen. Damals habe man mit fünf Millionen gerechnet, blickte Kettmann zurück.
Aus diesen Mehreinnahmen lasse die Gemeinde etwa 2,5 Millionen Euro in die Rücklage fließen, die es ermöglichen werde, die in 2007 gegenüber 2006 um etwa 1,4 Millionen auf 3,9 Millionen Euro ansteigenden Ausgaben für die Kreisumlage zu bestreiten, Investitionen zu tätigen und für 2007 einen ausgeglichenen Etat aufzustellen.
Beim Straßenbau habe die Gemeinde in 2006 unter anderem den Zustand der Straße „Auf der Hardt“, der Verbindungsstraße zwischen Sandloh und Ahausen, wesentlich verbessern und eine Brücke über den Essener Kanal im Zuge der Verbindungsstraße zwischen Brook und Brokstreek restaurieren lassen.
In der Bauleitplanung habe der Rat der Gemeinde die Bebauungspläne „Sondergebiet Biogasanlage Herbergen“ und „Ostendorfe, westlich vom Calhorner Kirchweg“ als Satzung beschlossen. Den Bebauungsplan „Gewerbe- und Industriegebiet Holthoke“ habe er so geändert, dass das dortige Gewerbegebiet nach Osten hin erweitert werde.
Die Zahl der Einwohner der Gemeinde habe in 2006 um 20 auf 8425 abgenommen. Die Zahl der Gewerbeanmeldungen sei mit 73 um 25 höher als die der Abmeldungen. Daraus resultiere ein Bestand von derzeit 708 Gewerbebetrieben.
