• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Stadtteile Etzhorn

Verein ist auch mit 65 kein bisschen müde

01.11.2018

Etzhorn Da ist Leben drin: Der Bürgerverein Etzhorn, nun schon 65 Jahre alt, und die Villa Hullmann, 1906 erbaut, haben zwar ein gewisses Alter erreicht – altersschwach sind aber beide nicht. Im Gegenteil. Das wurde einmal mehr offenbar, als Bürgerverein und Jugendstilvilla zusammentrafen. Im Saal des Gutshofes in Etzhorn wurde das Jubiläum des Vereins mit vielen Gästen gefeiert.

Andrea Färber, Besitzerin des Guts Hullmann, hatte die Villa für den Festakt zur Verfügung gestellt. Ein ehrwürdiger Rahmen für einen bewegenden Festakt. Denn damit wollte der Vereinsvorstand sich bei den vielen Ehrenamtlichen, Förderern und Unterstützern bedanken. „Ohne diese Menschen kann es in einem Verein keine Aktivitäten, kein Überleben geben“, sagte der 1. Vorsitzende Gustav Backhuß-Büsing.

Der offizielle Gründungstag des Bürgervereins Etzhorn ist der 21. Februar 1953 (NWZ berichtete). Mit verschiedenen Aktionen für Groß und Klein war das 65-jährige Bestehen schon gewürdigt worden. Höhepunkt des Jubiläumsjahres war nun die Feier in der Villa Hullmann.

Zu den Ehrengäste zählten Oberbürgermeister (und Etzhorner) Jürgen Krogmann, Alt-Oberbürgermeister (und Etzhorner) Dieter Holzapfel, Pastorin Ines Heinke, Werner Fredehorst, Präsident des Schützenvereins Etzhorn, Susann Finger-Vosgerau, Leiterin der Grundschule Etzhorn, Harald Götting, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Stadtoldenburger Bürgervereine, und viele mehr. Almut Strodthoff, gebürtige Etzhor­nerin, bereicherte den Abend mit einer Ausstellung von vielen Fotos mit Motiven aus „Alt-Etzhorn“ und den Menschen dort. Katharina Heuwagen (Querflöte) und Helmuth Schall (Klavier) untermalten das Fest mit ihrer Musik.

In einem sehr persönlichen Grußwort hob der Oberbürgermeister die Erfolge und die vielfältigen Veranstaltungen des Vereins hervor. Pastorin Ines Heinke lobte die gute Zusammenarbeit mit der Führungsspitze: Gustav Backhuß-Büsing und seine Stellvertreterin Irmtraut Fuhlrott.

Der Vorsitzende freute sich in seiner Ansprache über die gestiegenen Mitgliederzahlen. Seit dem Jahr 2015 erlebe der Verein eine Art „Zeitenwende“. Denn, wenn sich innerhalb von dreieinhalb Jahren die Mitgliederzahl um 250 auf aktuell fast 650 Mitglieder erhöht, müsse etwas passiert sein, so der 1. Vorsitzende.

Der Bürgerverein ist auch nicht unpolitisch. Backhuß-Büsing erinnerte an den Erfolg gegen ein „Bürokratie-Monster“. Als nämlich der Verein, wie üblich, für eine plattdeutsche Theateraufführung die Aula der Grundschule Etzhorn nutzen wollte, verlangte das Bauamt auf einmal nach einem Bauantrag. Man wehrte sich, auch mit Unterstützung aus der Politik. Und davon profitierten letztlich auch andere Vereine (NWZ berichtete).

Gustav Backhuß-Büsing nutzte den Anlass für ein politisches Statement zum Thema „Bahn“. Das Hullmann-Anwesen befinde sich auf einem unter anderem von den Bahninitiativen geforderten Umfahrungsareal, sagte er. Allein die Tatsache, dass die Umfahrung weder von der Bahn, von der Landes- noch Bundesregierung und vom Landkreis Ammerland gewollt und schon gar nicht geplant sei, erfordere ein Umdenken. Er appellierte an die Stadtverwaltung, Politiker und Initiativen: „Macht Euch Gedanken über Lärmschutzwände und Unterführungen, damit für die Bürger etwas passiert. Verlassen Sie Utopia, kommen Sie in die Realität und zum Machbaren zurück.“

Zum Schluss sprach der Vorsitzende die Hoffnung aus, dass in Abstimmung mit Andrea Färber, den beiden Musikern sowie dem Musikfreund Dieter Holzapfel eine Fortsetzung musikalischer Abende in der Villa stattfinden möge. Da ist noch ganz viel Leben drin.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.