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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Stadtteile Eversten

Abenteuerspielplatz In Oldenburg: Bei ihm kommen Kinder an die Macht

14.12.2019

Eversten Warum er diesen Job macht? „Man muss doch nur auf den Platz schauen, da geht einem doch das Herz auf.“ Was Martin Haff meint, ist der Abenteuerspielplatz in Eversten. Ein Ort, an dem Kinder keine Gäste sind. Sie sind die Hausherren.

Für den neuen Leiter ist der Name des Platzes Programm. „Ein Abenteuer ist ein Wagnis mit unbestimmtem Ausgang“, sagt der 52-Jährige. Kinder sind hier daher nicht unter Aufsicht in dem Sinne, dass ihnen ständig ein Erwachsener auf die Finger schaut. Das ist auf dem großen Gelände auch gar nicht möglich.

Das Team um Martin Haff ist vor Ort, aber lässt den Kindern jede Menge Freiraum. „Klar gucken wir immer mal über die Schulter, was passiert“, sagt Haff. Aber die jungen Abenteurer sollen eben ihre eigenen Erfahrungen machen. Den Kontakt zu den Mitarbeitern suchen die Kinder von ganz alleine. Die Erwachsenen sind da, wenn sie gebraucht werden und bieten Verlässlichkeit. Da sind über die Jahre hinweg zum Teil sehr starke Bindungen entstanden.

Infos zum Abenteuer- und Bauspielplatz

Der Abenteuer- und Bauspielplatz liegt am Brandsweg 60, nahe dem Schulzentrum Eversten. Zugang gibt es auch von der Theodor-Heuss-Straße aus.

Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren sind willkommen.

Öffnungszeiten sind von Ende Oktober bis Ende März von 14 bis 18 Uhr, in der übrigen Zeit von 14 bis 18.30 Uhr. In den Schulferien wird bereits um 13 Uhr geöffnet.

Über Weihnachten und Silvester hat der Abenteuerspielplatz von Montag, 23. Dezember, bis einschließlich Mittwoch, 1. Januar, geschlossen.

Angeboten werden ein Hüttendorf, Haus für Kinder, Pizzaofen, Ponyhof, Zaubergarten, Spielwiese, Mehrzweckhalle, Wasserbaustelle, Forum, Werkstatt, Aktionsraum, Traumraum und voraussichtlich ab April 2020 wieder Kindergeburtstage im Oldenburger Kinder-Party-Bus (Okibu).

Zu erreichen ist der Abenteuerspielplatz unter Telefon  408 90 11.

Haff leitet seit Oktober den Abenteuerspielplatz. Er stammt aus Bielefeld, ist studierter Sozialpädagoge und arbeitete in verschiedenen Bereichen der Jugend- und Präventionsarbeit. Seit 18 Jahren lebt der 52-Jährige in Oldenburg. Zuletzt leitete er den pädagogischen Fachbereich beim Kindertagesstätten- und Beratungsverband (KiB).

Überzeugt habe Haff im Bewerbungsgespräch vor allem durch seine Ideenvielfalt, berichtet Stadtjugendpfleger Christian Fritsch. Besonders, dass der neue Leiter Kinder noch mehr an Entscheidungen beteiligen möchte, freut ihn. „Die Kinder sollen ihren Abenteuerspielplatz mitgestalten.“

Dafür wird es bald eine großes Tipi geben, im dem die Kinder Rat halten können. Neuheiten sind außerdem ein Gewächshaus und der lang vermisste Oldenburger-Kinder-Party-Bus „Okibu“. Nachdem der Vorgänger, ein ehemaliger Pekolbus, 2018 nach 23 Jahren zu sehr abgenutzt war und in ein privates Busmuseum kam, gibt es nun einen Nachfolger. Der Linienbus stammt aus Wietzendorf in der Nähe von Soltau.

„Ich war ja erst irritiert, was hier ein Bus soll. Aber dann hörte ich, wie wichtig er für den Platz ist“, sagt Haff. 150 Kindergeburtstage wurden 2018 darin gefeiert. Für den neuen Okibu steht nun der Innenausbau an, dafür konnten die VHS Jugendwerkstatt und ein Oldenburger Elektrobetrieb gewonnen werden. „Im Idealfall kann das Geburtstagskind per Knopfdruck die Türen öffnen und sein Name steht oben auf der Anzeige“, sagt Haff.

Freude über neuen Okibu: (von links) Anna-Lisa Gutowski, Bianca Bögner-Bruns, Trix Stache, Christiane Fittje, Hanna Pilawa, Heiko Tholen, Mathias Retzow und Stadtjugendpfleger Christian Fritsch

Für die Außengestaltung werden die Kinder mit einbezogen. Ihre Entwürfe auf Papier werden auf dem Abenteuerspielplatz zur Abstimmung gestellt. Die Gewinnervorschläge sollen in Zusammenarbeit mit einer Graffitiwerkstatt auf den Bus gebracht werden.

Auch dabei sollen die Kinder selbstverständlich selbst mit Hand anlegen. Wenn dann etwas Farbe daneben geht, dann ist das halt so. Haff: „Hier sollen die Kinder schmutziger nach Hause gehen, als sie gekommen sind – aber glücklicher.“

Patrick Buck stv. Redaktionsleiter / Redaktion Oldenburg
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