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Hochzeitstage: Aus der weiten Welt in den Hafen der Ehe

31.08.2019

Eversten /Ohmstede Verliebt, verlobt, verheiratet: So soll’s sein. Manchmal folgt dann leider doch irgendwann eine Trennung. Das sollte nicht verschwiegen werden. Oft aber eben nicht. Und darüber sollte man reden. Wie das Ehepaar Kruse, das gerade seine Eiserne Hochzeit gefeiert hat. Und das Ehepaar Kreye, das 55 Jahre verheiratet ist und in einer besonderen Gemeinschaft im Seniorenheim lebt.

Die Kruses

Heiß war es nicht, als sich Kurt und Hanna Kruse (geb. Frerichs) im August 1954 in der Kirche in Apen das Ja-Wort gaben. So um die 24 Grad. Kennengelernt hatten sie sich vier Jahre vorher zu Pfingsten, beim Tanz in der Wassermühle Howiek-Ocholt. Eine Begegnung mit Folgen. 65 Jahre sind die Kruses nun schon verheiratet. Zu ihrem Jubeltag am 28. August gab es viele Glückwünsche. Im Namen der Stadt Oldenburg gratulierte Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler.

Zu diesem Anlass wurde ein bisschen zurückgeblickt. Polizistensohn Kurt Kruse erzählt von seiner Kindheit in Apen, wo er bis 1946 die Volksschule besucht hat. Er begann eine Lehre als Auto-Elektriker im Corps of Royal Electrical and Mechanical Engineers (REME) auf dem Oldenburger Fliegerhorst. Als das Corps abgezogen wurde, absolvierte er in Oldenburg eine Ausbildung zum Klempner und Installateur. „1960 wurde ich beim Sport- und Bäderamt der Stadt als Handwerker eingestellt, dort habe ich mich zum Maschinenmeister hochgearbeitet. Ich war für die Technik in allen fünf Bädern verantwortlich“, erinnert sich der 88-Jährige. Nach 34 Jahren ist er in den Ruhestand getreten.

Seine Frau Hanna (86), die ebenfalls aus dem Ammerland stammt, hat das Schneiderhandwerk gelernt. „Unsere Mutter war immer sehr fleißig und unser Vorbild“, spricht Tochter Petra Ehlen ihrer Schwester Vera Sarach aus der Seele. 1970 zogen die Kruses ins Eigenheim in Eversten. Kinder, Haushalt sowie 13 Jahre lang auch die Arbeit im Famila-Markt am Scheideweg füllten Hanna Kruses Tage aus. Mittlerweile gehören zwei Enkelsöhne und (ab Dezember) ein Urenkel zur Familie. Und eigentlich auch noch zwei Enkeltöchter und drei Urenkel aus dem Freundeskreis. „Obwohl wir nicht verwandt sind, fühlen wir uns einfach familiär verbunden“, erklärt Petra Ehlen.

Die Kruses genießen jetzt den Ruhestand und denken zurück an die „wilderen“ Zeiten, die waren wirklich rasant. Beide hatten nämlich ihr Herz an den Motorsport verloren. „Wir waren auf allen Sand- und Grasbahnen in Deutschland und Europa zuhause“, sagt Kurt Kruse. 1980 hängten sie dieses Hobby an den Nagel und unternahmen große Reisen. Erst mit Bus und Flugzeug, dann mit Kreuzfahrtschiffen. Sechsmal waren sie mit der MS Astor unterwegs. An Bord haben sie auch ihre Goldene Hochzeit gefeiert, auf der Reise von Bremerhaven nach Madeira: mit Kapitänsdinner bei Kerzenschein. Mit Kreuzfahrerei ist längst Schluss. An die letzte tolle Reise zum Nordkap erinnern sich die Kruses aber immer noch sehr gern.

Die Kreyes

Von der Weltmeeren kann auch Helwig Kreye viel erzählen. Nur ist er nicht zum Vergnügen an Bord gewesen, sondern wegen der Arbeit. Für ausländische Reedereien sei er tätig gewesen, erzählt der 81-Jährige: „Als Seemann, als Bäcker und Koch.“ Immer wieder kam er zurück nach Donnerschwee, wo das Elternhaus stand, wo auch seine Schwester Hella wohnte. Über einen Bekannten lernte der Seemann bei einem Landgang Margarete Stolp kennen. Ihr Urteil: „Ich mochte ihn wohl leiden.“ Er sagt heute: „Das war Liebe auf den ersten Blick.“ Und fügt augenzwinkernd hinzu: „Hab’ ich immer gehabt.“ Als er die kritische Überprüfung der beiden Brüder Margaretes bestanden und Gnade vor den Augen ihrer Mutter gefunden hatte, durfte geheiratet werden. Und Helwig Kreye blieb an Land.

Die Trauung war im August 1964, erst standesamtlich und dann: „In der Lambertikirche“, erzählt Margarete Kreye. Während ihr Mann bis zur Rente als Postbote arbeitete, war die gelernte Schneiderin als Änderungsschneiderin tätig. Von ihren beiden Töchtern ist leider eine schon früh verstorben.

Im Eigenheim in Donnerschwee verbrachen die Kreyes schöne Jahre. „Wir haben viel gefeiert“, sagt sie. Mit den netten Nachbarn, aber auch mit der Marinekameradschaft Oldenburg, in der Helwig Kreye Mitglied ist. Auch dem Shanty-Chor Oldenburg und dem Seemannschor fühlt er sich sehr verbunden. Dem Bürgerverein Donnerschwee hat das Paar lange angehört.

Ihren 55. Hochzeitstag haben die Kreyes im Altenzentrum Bischof Stählin gefeiert. Dort wohnen sie mittlerweile. Dritte im Familienbunde ist Hella Kreye. Die 85-Jährige zog vor knapp zwei Monaten ein. Margarete Kreye lebt hier seit vier Jahren, ihr Mann folgte ihr vor einem Jahr. „Ein ganz besonderer Fall“, sagt Barbara Willems, Leitung Soziale Betreuung, über diese Familienbande im Altenheim. Eine ehrenamtliche Betreuerin kümmert sich um die Belange des Trios.

„Die Kreyes sind immer mittendrin“, so Barbara Willems. Am Mittwoch bei der Juwelen-Hochzeit von Margarete und Helwig Kreye ja sowieso.


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Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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