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NWZonline.de Ratgeber Familie

Lene ist da: 500. Baby im St.-Josefs-Hospital 2019

26.09.2019

Cloppenburg Freudiges Ereignis im Cloppenburger St.-Josefs-Hospital: Die kleine Lene ist am Sonntagabend gegen 19.49 Uhr als 500. Baby in diesem Jahr im St.-Josefs-Hospital auf die Welt gekommen. Nicht nur der 3143 Gramm schwere und 49 Zentimeter große Säugling ist wohlauf, sondern auch die Eltern Anika und Markus Meyer freuen sich an diesem Mittwochmorgen, dass es nun nach Hause geht. Dort wartet schon die zweite Tochter des Paares, die sechsjährige Emma, auf ihre Schwester. „Lene muss nächste Woche ja schon zum Friseur“, scherzt Vater Markus Meyer im Anblick der üppigen dunklen Haare seiner neugeborenen Tochter.

499. Kind heißt Max

Und auch im Umfeld des zweiten Betts im Zimmer sieht es nach Aufbruch aus – die Taschen sind gepackt. Die Cloppenburgerin Sarah Ellers genießt noch ein wenig die Ruhe, während Baby Max in seinem Kinderbett schläft. „Ein strammes Kerlchen“, kommentiert Chefarzt Dr. Armin Rütten das Geburtsgewicht jenseits der acht Pfund. Max ist im Übrigen als 499. Kind am Sonntag um 10.14 Uhr auf die Welt gekommen. Darüber freuen sich auch Vater Thomas Ellers und Max’ Bruder – der zweijährige Tim.

Krankenhaus-Geschäftsführer Lutz Birkemeyer hat es sich an diesem Tag nicht lumpen lassen und nicht nur für die „500er-Mutti“ einen Blumenstrauß mitgebracht, sondern auch für die Nummer 499. Ansonsten muss er im Bereich Geburtshilfe ganz schön auf die Kosten gucken. Denn für eine natürliche Geburt bekommt das Krankenhaus 1800 Euro erstattet. Darin enthalten sind die Kosten für vier Tage Unterbringung, Pflege, Verpflegung und ärztliche Betreuung. Mit der Geburtshilfe sei finanziell kein Blumentopf zu gewinnen, „aber wir haben mit einem kirchlichen Träger den Anspruch, solch ein Angebot in unserer geburtenstarken Region vorzuhalten“. Gleichwohl könne das nur funktionieren, wenn in anderen Bereichen Geld verdient werde, so Birkemeyer.

Kinderärzte täglich dabei

Trotz Kostendrucks legt Chefarzt Rütten auch viel Wert auf die individuelle Betreuung nach der Geburt. So habe die Klinik eine Kooperation mit niedergelassenen Kinderärzten, die täglich im Krankenhaus präsent seien, so Rütten. Dr. Marzenna Kulinski und Tatjana Kostrowski (beide Cloppenburg) nähmen beispielsweise die U 1- und U 2-Untersuchungen direkt im Hospital vor. Für den kürzlich verstorbenen Kinderarzt Dr. Rüdiger Abel (Löningen) trete Dr. Sebastian Pfahl (Garrel) bald die Nachfolge an.

Auch wenn der Hebammen-Mangel bundesweit immer mal wieder Schlagzeilen macht, sieht Geschäftsführer Birkemeyer das St.-Josefs-Hospital in diesem Bereich (noch) gut aufgestellt. In drei Kreißsälen bringen eine Hebamme in Vollzeit und 19 in Teilzeit die Kinder zur Welt – theoretisch. Denn zurzeit befinden sich vier Hebammen selbst in Elternzeit.

In der Geburtshilfe arbeiten auch zwei Chefärzte, eine Oberärztin und drei Fachärzte. Jeden Tag werden im Josefs-Hospital im Durchschnitt zwei Kinder geboren, „auch wenn wir die 700er-Marke in diesem Jahr nicht mehr ganz schaffen werden“, wagt Geschäftsführer Birkemeyer einen Blick in die Glaskugel.

Um sich den „Hebammen-Nachwuchs“ auch in Zukunft zu sichern, so Birkemeyer weiter, strebe das St.-Josefs-Hospital eine Kooperation mit der Hochschule Osnabrück an. Einem geplanten Gesetz zufolge würden Hebammen künftig in einem dualen Studium ausgebildet, zurzeit ist dafür noch eine dreijährige Fachschule zuständig. Die Auszubildenden, die in der Region heimisch seien und hier auch bleiben wollten, könnten den praktischen Teil im St.-Josefs-Hospital absolvieren. Erste Gespräche mit Osnabrück seien bereits geführt worden.

Studium ab 2022?

Dagegen befürchten der Berufsverband der Frauenärzte sowie die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe durch das neue Gesetz eine Verschärfung der Unterversorgung in der Geburtshilfe. „Wenn nach dem Willen des Bundesgesundheitsministeriums ab 2022 die Hebammenschulen schließen müssen und Hebammen ausschließlich über ein Studium in den Beruf kommen können, ist innerhalb kurzer Zeit ein Zusammenbruch der Geburtshilfe zu befürchten“, heißt es in einer Pressemitteilung von Mittwoch.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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