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NWZonline.de Ratgeber Familie

Jahresbericht: Männer kommen selten mit

30.05.2020

Cloppenburg Das Wissen um eine Schwangerschaft bzw. die Nachricht, ein Kind gezeugt zu haben, kann auch einen Mann ganz schön aus der Bahn werfen. Neben positiven Empfindungen wie Freude und Stolz kann die Aussicht auf eine Vaterschaft auch Gefühle wie Angst und Überforderung auslösen. Trotzdem kommen Männer nur selten in die Beratungsstellen. Eher noch bringen Frauen ihre Mutter oder eine Freundin mit, haben die Beraterinnen des Vereins donum vitae in ihrem Jahresbericht, den sie nun der Öffentlichkeit präsentierten, festgestellt.

„Unserem christlichen Menschenbild folgend, unterstützen die Beraterinnen in den Beratungsstellen in Barßel und Cloppenburg Frauen und Männer dabei, Perspektiven zu finden, um dem Leben eine Chance zu geben. Neben der Beratung soll mit der Präventionsarbeit u.a. ein Beitrag dazu geleistet werden, ungewollte Schwangerschaften zu verhindern“, so erläutert die Vorsitzende Marlies Hukelmann die Aufgaben und Ziele des Regionalvereins donum vitae Cloppenburg.

„In der täglichen Arbeit in den Beratungsstellen stellt uns die psychosoziale Beratung im Zusammenhang mit der Pränataldiagnostik neben den Beratungen zur Schwangerschaft und zu Konflikten in der Schwangerschaft immer wieder vor besondere Herausforderungen“, erläutern die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle donum vitae, die Diplom-Pädagoginnen Martina Hingst und Angelika Czipull.

Ein Blick in die Jahresstatistik 2019 zeige, „dass Frauen vermehrt allein das Beratungsangebot genutzt haben (66 %) oder auch in Begleitung von anderen Personen kamen, z.B. mit der Mutter oder einer Freundin (12 %). Lediglich 15 % der Beratungen wurden von Paaren genutzt und in 7 % der Fälle suchten Männer alleine die Beratungsstelle auf“, stellten Hingst und Czipull fest.

Im Beratungsjahr 2019 führten die beiden Diplom-Pädagoginnen Martina Hingst und Angelika Czipull 472 allgemeine Schwangerschaftsberatungen (Vorjahr 266) und 88 (Vorjahr 78) Konfliktberatungen durch. Dazu kamen 13 (14) Präventivveranstaltungen.

Keine der Frauen mit Beratungsbedarf war unter 18 Jahre alt, 8 % zwischen 18 und 21 Jahre. 68 % der Frauen, die eine Beratung wünschten, waren zwischen 22 und 34 Jahre alt und 24 % älter.

88 Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch in Erwägung zogen, nahmen eine Schwangerschaftskonfliktberatung in Anspruch. „Die Gründe für einen Schwangerschaftskonflikt sind weiterhin äußerst vielschichtig“, betont Hingst. Als hauptsächliche Begründungen nannten die Schwangeren: keinen Kinderwunsch (88 %), familiäre Gründe (27 %), Probleme in der Partnerschaft (40 %), finanzielle Gründe (28 %), abgeschlossene Familienplanung (36 %) und die berufliche Situation (41 %), die Situation als Alleinerziehende (30 %) sowie psychische Gründe (42 %). Dabei waren Mehrfachnennungen möglich.

Im Jahr 2019 konnte der Verein donum vitae in insgesamt 105 Fällen finanzielle Hilfen unterschiedlicher Stiftungen in Höhe von rund 64 500 Euro ermöglichen sowie in 43 Fällen gebrauchte Baby- und Kinderartikel weiterverschenken.

Weitere Infos unter:


     www.donumvitae.org 
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