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NWZonline.de Ratgeber Familie

40 Jahre im Dienste der Familie

11.07.2019

Edewecht /Bad Zwischenahn /Oldenburger Land Kindern und Jugendlichen in Extremsituationen beistehen und ihnen eine Perspektive bieten, zu diesem Zweck wurde pro liberis 1978, vor 40 Jahren also, als Verein in Südmoslesfehn gegründet. Aus einem kleinen, spezialisierten Angebot wurde über die Jahre ein immer breiter aufgestellter Träger der Jugendhilfe. Heute betreuen Insgesamt 57 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kinder, Jugendliche und Familien in verschiedenen Angeboten sowie an Standorten im Ammerland, in der Stadt Oldenburg und im Landkreis Oldenburg.

Angebot stetig erweitert

Das Angebot des Vereins sei immer dann erweitert worden, wenn deutlich wurde, dass Kinder und Jugendliche inzwischen eine differenziertere Form der Hilfe brauchten, erklärt die Diplom-Pädagogin und Familientherapeutin Imme Neveling. Heute gibt es eine traumazentrierte therapeutische Intensivgruppe, in der traumatisierte Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren betreut werden, die vorher Vernachlässigung oder Gewalt erlebt haben.

Parallel dazu besteht eine pädagogische/therapeutische Wohngruppe. Dort werden Kinder und Jugendliche untergebracht, bei denen eine ihrem Wohl entsprechende Erziehung nicht mehr gewährleistet ist.

Jugendliche ab 16 Jahren werden von pro liberis zudem darauf vorbereitet, mehr Eigenständigkeit und Verantwortung zu gewinnen und schließlich das selbstständige Leben in einer eigenen Wohnung zu meistern. Dafür nutzt der Verein zum einen ein Intensivtraining zur Verselbstständigung, zum anderen ein betreutes Jugendwohnen. Und schließlich werden die flexiblen Familienhilfen angeboten, die auf den jeweiligen Einzelfall abgestimmte Unterstützung für Familien anbieten.

Mit dem Wachstum des Angebots mussten sich aber auch Strukturen verändern, sagt Neveling. Und deshalb wurde aus dem Verein eine gemeinnützige gGmbH, die seit Mai 2018 besteht und seit Anfang Juli dieses Jahres mit Harald Lüschow inzwischen auch einen Geschäftsführer bekommen hat. Der pro liberis-Verein mit den Vorstandsmitgliedern Michael Rohmann, Imme Neveling und Heike Gunske fungiert jetzt als Förderverein.

Das 40-jährige Bestehen und die Gründung der gGmbH beging der Verein kürzlich mit einem Fachtag in Bad Zwischenahn, zu dem neben Edewechts Bürgermeisterin Petra Lausch auch Petra Kentemann, Leiterin des Jugendamts beim Landkreis Ammerland, Vertreter von Jugendämtern aus Landkreisen der Region, Psychologen und Jugendhilfeeinrichtungen eingeladen waren.

Das kindliche Urvertrauen

Als Referent war Lutz-Ulrich Besser, Gründer und Leiter des Zentrums für Psychotraumatologie und Traumatherapie Niedersachsen (zptn), nach Bad Zwischenahn gekommen. Der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie sprach auch darüber, wie Kinder ihr Urvertrauen durch sichere Bindungserfahrungen in der Kindheit entwickeln, aber auch darüber, wie sie es verlieren können.

In einem zweiten Vortrag ging es um Traumatisierung, um den Unterschied von belastenden Situationen und tatsächlichen Traumata, die sogar messbare Veränderungen in Hirnfunktionen auslösen können – die für die Betroffenen bei richtiger Behandlung reversibel sind.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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